
Kalt, dunkel, frisch
Verkosten
Wie schmeckt Star Lager? Es ist ein goldgelbes, kaltes Lagerbier, eher mild in der Bittere und trocken im Abgang, also ein Bier, das in der Hitze nach Erfrischung schmeckt. Es ist ein Geschmacksbeispiel für das helle Lager von der Küste, mehr nicht.
Guinness Foreign Extra Stout aus Nigeria zeigt den Gegenpol. Dunkel, mit Röstaromen von Kaffee und Kakao, kräftiger in der Bittere und mit mehr Körper. Der Wettbewerbsleitfaden beschreibt den Stil mit 6,3 bis 8 Prozent Alkohol, einzelne Biere können aber abweichen, die Werte stehen auf dem Etikett.
Beide Biere werden meist aus der Flasche eingeschenkt, im Glas oder, in einer einfachen Bar, im Becher. Beim Lager zählt die Kälte, das Stout verträgt etwas mehr Wärme, und Aromen kommen so besser heraus.
Ganz anders ist die Verkostung bei Pito. Es wird nach Berichten aus Ghana in einer Kalebasse vor dem Haus des Herstellers ausgeschenkt, manchmal stehen Bänke bereit. Es schmeckt leicht süß und sauer, und je nach Brauer ist es warm oder kalt.
Beim Verkosten gilt für alle: langsam, in kleinen Schlucken, mit Wasser dazu. Wer Alkohol trinkt, tut es in Maßen, viele Menschen in Nigeria trinken aus religiösen oder anderen Gründen keinen.
Ein Tipp für Neugierige beim Vergleichen: zuerst das helle Bier probieren, dann das dunkle, und zwischendurch Wasser trinken. So schmeckt man den Unterschied klar, weil die Röstaromen des Stouts sonst das leichte Lager überdecken. Die Haushaltsbiere probiert man am besten dort, wo sie gebraut werden.