
Importierte Bittere
Hopfen
Auf den Philippinen wächst kein Hopfen. Die Pflanze braucht eine Winterruhe und lange Sommertage, beides fehlt in den Tropen. Die Hopfenfelder der Welt liegen fast alle in gemäßigten Zonen: 2025 standen weltweit 52.660 Hektar unter Hopfen, davon 18.962 in Deutschland und 17.057 in den USA.
Der Hopfen für das Bier aus Manila wird also eingeführt, meist als Dolden, Pellets oder Extrakt. Welche Sorten die Brauerei verwendet, sagt sie nicht öffentlich. Ein Hopfen gibt dem Bier zwei Dinge: Bittere, die den Malzzucker ausgleicht, und Aroma, das von Kräutern bis Zitrus reichen kann.
Gemessen wird die Bittere in IBU, Bittereinheiten: Pils aus Deutschland liegt nach den Stilrichtlinien bei 22 bis 40, ein internationales helles Lager nur bei 18 bis 25. Das erklärt, warum die Pale Pilsen so mild wirkt. Sie soll in der Hitze erfrischen und nicht mit Bitterkeit fordern.
Wer ein Bier trinkt, das eiskalt aus dem Kühlschrank kommt, schmeckt Bittere ohnehin schwächer. Kälte dämpft Aromen und Süße, deshalb setzen die Brauer in warmen Ländern auf eine zurückhaltende Hopfung. Ein stark gehopftes Bier würde bei 3 Grad vor allem herb und leer schmecken.
Beim Red Horse, dem kräftigeren Bier der Marke, wirkt die Süße der Würze stärker als der Hopfen. Die Brauer arbeiten dort mit mehr Stammwürze, also mehr gelöstem Zucker vor der Gärung, und der Hopfen bleibt eine Nebenstimme. Das Bier schmeckt dadurch eher nach Malz und Wärme als nach Kräutern.