
Eiskalt serviert
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Wie schmeckt San Miguel Pale Pilsen? Beim ersten Schluck kommt eine leichte Malzsüße, danach ein Hauch Getreide und ein kurzer, milder Abgang. Fruchtige oder herbe Töne fehlen fast ganz. Das Bier ist darauf angelegt, in großer Hitze erfrischend und unkompliziert zu sein.
Red Horse schmeckt deutlich anders: Es ist voller, süßlicher, mit einer wärmenden Note vom Alkohol, die man beim Schlucken bemerkt. Wer beide nebeneinander probiert, merkt schnell, dass die Pale Pilsen leicht läuft und Red Horse mehr Gewicht hat.
Temperatur ist hier fast der halbe Geschmack. In den Philippinen wird Bier sehr kalt getrunken, oft knapp über dem Gefrierpunkt. Bei dieser Kälte treten Süße und Aroma zurück, übrig bleibt Frische. Wer es zum Vergleich einmal bei 6 bis 8 Grad probiert, schmeckt deutlich mehr Malz.
Die Flasche ist das übliche Gefäß, braun und gedrungen, oft im Kühlfach eines Lädchens oder einer Bar. Ein Glas dient in Kneipen und Restaurants eher als Trinkhilfe, manchmal mit Eis darin, was das Bier schnell verdünnt. Der Schaum bleibt locker und fällt rasch zusammen.
Wer in Deutschland probieren will, sollte auf Frische achten. Lager aus Übersee leidet auf der Reise, Licht und Wärme machen es pappig. Ein importiertes Bier schmeckt deshalb oft flacher als im Ursprungsland, ohne dass es ein Mangel der Brauerei wäre. Am besten trinkt man es bei Zimmerlicht aus einem sauberen Glas, ohne Eis, und lässt es zwei, drei Minuten stehen.