
Internationales Lager
Bierstile
Das typische Seoul-Bier ist ein helles, untergäriges Lager, in der Fachsprache ein Internationales helles Lager (International Pale Lager). Dazu zählen Cass Fresh mit 4,5 Prozent Alkohol, Hite, Max mit 4,5 Prozent, OB Golden Lager mit 4,8 Prozent und die Neuzugänge Terra und Kloud. Auf Koreanisch heißt Bier Maekju.
Wie unterscheidet sich das vom deutschen Pils? Ein Pils ist deutlich bitterer, trockener und hopfiger. Ein koreanisches Lager schmeckt milder, weicher und oft leicht süßlich, weil Reis oder Mais das Malz verdünnen. Gegenüber einem Münchner Helles fehlt ihm die brotige Malzfülle.
Stärkere Varianten gibt es auch. Cass Red erreicht mit 6,9 Prozent Alkohol die höchste Stärke unter den bekannten Cass-Sorten. In der Craft-Szene findet man dagegen alles, was es auch in Portland oder Vancouver gibt: IPA, Stout, Weizenbier und Saisonbiere.
Nicht zum Bier zählen Makgeolli, Soju und Somaek, auch wenn sie am selben Tisch stehen. Makgeolli ist ein Reiswein, Soju ein Branntwein, Somaek eine Mischung aus beidem mit Bier, meist im Verhältnis von etwa drei Teilen Soju zu sieben Teilen Bier.
Seit 2020 hat sich auch die Steuer geändert: Bier wird in Südkorea nicht mehr nach Preis, sondern nach Menge besteuert. Davon profitierten Importbiere, die zuvor nach dem Importpreis besteuert wurden. Für den Geschmack heißt das: Neben Cass und Hite steht im Regal öfter ein Lager aus Übersee, das sich mit seinem Aroma deutlich vom heimischen Reislager abhebt. Für Einsteiger lohnt sich der Vergleich.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Hellgelb, glatt, wenig Hopfen, leicht süßlich, sehr kalt serviert.