
Světlý und Tmavý
Bierstile
Was ist ein tschechisches Lager? In Mittelböhmen heißt es meist světlý ležák, helles Lagerbier. Es ist goldgelb, untergärig und kräftiger gehopft als ein deutsches Helles, aber in der Regel weicher als ein deutsches Pils, weil der Hopfen hier mehr duftet als beißt. Die Wettbewerbsnorm führt es als Czech Premium Pale Lager mit 4,2 bis 5,8 Prozent Alkohol.
Im Alltag teilen Tschechen ihr Bier nach Graden ein. Ein Zehner, also ein Bier mit zehn Grad Stammwürze, ist leicht und schlank, ein Zwölfer wirkt voller und aromatischer. Krušovice führt beide, nach Angaben der Brauerei mit 4,2 und 5,0 Prozent Alkohol. Kozel hat ebenfalls einen Zehner und einen Elfer im Sortiment.
Das dunkle Gegenstück heißt tmavý, und Kozel Černý sowie Krušovice Černé gelten dafür als bekannte Beispiele. Tschechisches Dunkles schmeckt nach Röstbrot, Kakao und etwas Karamell, bleibt aber trocken im Abgang und ist kein schweres Bier. Die Wettbewerbsnorm nennt 4,4 bis 5,8 Prozent Alkohol.
Řezané bedeutet „geschnitten“. Gemeint ist ein Bier, das man im Glas aus hellem und dunklem Lager mischt. Kozel führt eine solche Mischung unter dem Namen Řezaný. Der Geschmack liegt dazwischen, etwas röstig, aber deutlich leichter als ein reines Dunkles, und sieht im Glas hübsch gestreift aus.
Und das g.g.A.-Bier aus Březnice? Der Name Březnický ležák bezeichnet ein Lagerbier aus Březnice, das dem Stil des tschechischen Lagers folgt. Daneben braut Herold ein Weizenlager, das in Tschechien als Spezialität gilt.
Böhmisches Lageruntergärig
- Stammwürze
- 11–14,7 °P
- Alkohol
- 4,2–5,8 % vol
- Bittere
- 30–45 IBU
- Farbe
- 7–12 EBC
Goldgelb, Brotkruste, Saazer Hopfen, ausgewogene Bittere.