
Lager, IPA, Hazy
Bierstile
Was für ein Bier ist das Samuel Adams Boston Lager? Es ist ein bernsteinfarbenes Lager, süßlich im Malz, mit einer Würze von edlem Hopfen und einem sauberen, kühlen Abgang. Ein Stil mit eigener Norm ist es nicht, die Brauerei verkauft es als Marke, und es steht für das amerikanische Craft-Lager der ersten Stunde.
Das American IPA ist die zweite Säule. Es ist klar, goldgelb bis kupfern, mit deutlicher Bittere und Aromen von Grapefruit und Harz. In Boston steht dafür das Harpoon IPA. Der Unterschied zum englischen IPA liegt im Hopfen, amerikanische Sorten wie Cascade riechen nach Zitrus und Kiefer, englische nach Kräutern und Erde.
Und das Hazy IPA? Es ist trüb, saftig, mit wenig Bitterkeit und viel Hopfenaroma, und es hat Massachusetts international bekannt gemacht. Trillium setzt dabei eher auf sehr dichte, cremige Biere, Tree House auf den Eindruck von Fruchtsaft. Das Congress Street IPA von Trillium und das Julius von Tree House gelten als Beispiele, mehr dazu bei der Verkostung.
Wie unterscheidet sich Hazy vom American IPA? Der Geschmack, nicht die Stärke. Beide liegen oft bei 6 bis 7 % vol, aber das klare IPA schmeckt hart und trocken, das trübe weich und rund. Bei Hazy kommt noch ein Unterschied hinzu, es schmeckt am besten frisch, ein klares IPA hält länger. Wer beide nebeneinander probiert, merkt rasch, dass die Trübung keine Fehlerquelle ist, sondern gewollt: Sie stammt von Hefe, Hopfenölen und Eiweiß, die im Bier bleiben.
American IPAobergärig
- Stammwürze
- 13,8–17,1 °P
- Alkohol
- 5,5–7,5 % vol
- Bittere
- 40–70 IBU
- Farbe
- 12–28 EBC
Gold bis Kupfer, klar, Grapefruit und Harz, trockene Bittere.