
Pint, Dose, Tulpe
Verkosten
Wie schmeckt Bostoner Bier? Das Boston Lager riecht nach Toffee und Brotkruste, im Mund ist es mittelkräftig, der Hopfen bleibt am Ende dezent. Das Harpoon IPA bringt Grapefruit und Kiefer und einen trockenen Abgang. Beide Biere sind als Einstieg gedacht, Hazy-Biere wie das Congress Street von Trillium oder das Julius von Tree House sind voller und süßer im Eindruck.
Das passende Glas hängt vom Bier ab. In Bars bekommt man meist ein Pint, das amerikanische Pint fasst 16 US-Flüssigunzen, das sind 473 ml. Es ist damit kleiner als das britische Pint mit 568 ml. Für Hazy IPA eignet sich ein Tulpenglas, in dem sich das Aroma sammelt.
Kalt sollte das Lager nicht werden. Rund 6 bis 8 °C genügen, bei eiskaltem Bier verschwindet das Malz. Ein American IPA mag es etwas wärmer, etwa 8 bis 10 °C, ein Hazy etwa 6 bis 9 °C. Bei Dosen gilt dieselbe Regel, sie kommen aus dem Kühlschrank, bleiben aber nicht eiskalt.
Beim Einschenken kann man die Dose zuerst in ein Glas leeren. So löst sich Kohlensäure, und die Aromen kommen heraus. Bei Hazy bleibt der Bodensatz meist in der Dose, wer ihn mittrinken möchte, schwenkt vorher kurz.
Auch Probierrunden gehören zur Kultur. In den Taprooms von Trillium und Tree House werden Biere oft in kleinen Gläsern ausgeschenkt, das Probieren kleiner Mengen gilt als normal. Gefüllt wird auch in Dosen mit 473 ml, die man mitnehmen kann.