
Lager, Pale, Amber
Bierstile
Was ist ein amerikanisches Lagerbier? Es ist ein blassgelbes, untergäriges Bier mit wenig Hopfen, hohem Kohlensäuregehalt und einem sauberen, leichten Geschmack. Coors Banquet gehört zu diesem Stil, der sich vom deutschen Pils durch weniger Bittere und oft durch Mais oder Reis im Malz unterscheidet. Gedacht ist es als Durstlöscher, nicht als Geschmackserlebnis.
Daneben steht das American Pale Ale, kurz APA. Es ist obergärig, goldgelb bis hellbernsteinfarben und zeigt Zitrus, Blüten und Harz vom amerikanischen Hopfen. Mit dem IPA, dem stärker gehopften Bruder, teilt es die Herkunft, ist aber milder und trinkiger. Das Pale Ale gilt als der Stil, mit dem die US-Craft-Bewegung groß wurde.
Ein dritter Typ ist das Amber Ale, zu dem Fat Tire zählt: kupfern bis bernsteinfarben, mit Malzsüße, Brotkruste und moderatem Hopfen. Der Stil liegt zwischen Lager und Pale Ale. Weil dafür keine Norm vorliegt, zeigt die Tabelle unten nur die beiden Leitstile Lager und Pale Ale.
Der Unterschied zwischen den beiden Normstilen liegt vor allem im Hopfen und in der Gärung: Das Lager vergärt kalt und bleibt schlicht, das Pale Ale vergärt warm und lässt Hopfen und Hefe hörbar mitreden. Im Glas sieht man den Unterschied an der Farbe und am Schaum, der beim Pale Ale cremiger steht, und in der Nase an Zitrus, Kiefer oder Blüten statt an Getreide.
Die Spannen sind Wettbewerbskorridore, keine Rezeptpflicht, und einzelne Biere liegen darüber oder darunter. Die Werte einer Marke stehen auf ihrem Etikett.
Amerikanisches Lagerbieruntergärig
- Stammwürze
- 10–12,4 °P
- Alkohol
- 4,2–5,3 % vol
- Bittere
- 8–18 IBU
- Farbe
- 4–7 EBC
Blassgelb, spritzig, kaum Hopfen, sauber und leicht im Abgang.