
Lager, Saison, Dubbel
Bierstile
Was ist Brooklyn Lager für ein Bierstil? Es gehört in die Nähe des Wiener Lagers: bernsteinfarben, untergärig, mit Malzaroma und mäßiger Bittere. Brooklyn Lager lässt sich nicht exakt in einen Stil pressen, die Brauerei nennt es amerikanisches Amber Lager. Der Stil kam im 19. Jahrhundert mit Einwanderern aus Mitteleuropa nach Amerika.
Der Unterschied zum bayerischen Helles liegt in der Farbe und im Malz. Ein Helles ist strohgelb, das Wiener Lager kupferfarben, mit Karamell- und Toastnoten. Der Alkoholgehalt liegt in der Stilnorm bei 4,7 bis 5,5 Prozent vol, also im Bereich eines normalen Vollbiers. Zum Pils unterscheidet es sich durch weniger Hopfenbittere und mehr Malz.
Warum gibt es in New York so viel Saison und Dubbel? Ommegang hat belgische Stile in den USA bekannt gemacht, weil die Gründer sie als Importeure kannten. Wer ein Saison in Cooperstown trinkt, bekommt keine Kopie, sondern ein amerikanisches Bier mit belgischer Herkunft.
Das Saison stammt aus der Wallonie in Belgien und wurde ursprünglich auf Bauernhöfen gebraut. Es ist obergärig, trocken, würzig und kräftig kohlensäurehaltig. Ommegang braut mit Hennepin ein Saison nach belgischem Muster.
Das Dubbel kommt aus belgischen Klöstern und ist dunkel, fruchtig und weich, mit Aromen von Pflaume, Rosine und Karamell. Es unterscheidet sich vom Tripel durch die Farbe und das dunkle Malz. Ommegang Abbey Ale ist ein Beispiel, ein Abteibier und kein Trappistenbier.
Wiener Lageruntergärig
- Stammwürze
- 11,9–13,6 °P
- Alkohol
- 4,7–5,5 % vol
- Bittere
- 18–30 IBU
- Farbe
- 18–30 EBC
Kupfer bis Bernstein, Toast und Karamell, sauberer Abgang.