
Cascade und Citra
Hopfen
Hopfen macht Bier bitter und gibt ihm Duft, und für Ohio kommt er fast immer von weit her. Ohio zählt nicht zu den großen Anbaugebieten. Die liegen in den USA im Nordwesten, etwa im Yakima Valley, im Willamette Valley und in Idaho.
2025 standen in den ganzen USA 17.057 Hektar Hopfen, gegenüber 18.513 Hektar im Vorjahr. Das Land erzeugt damit rund 40 Prozent der weltweiten Menge an Alphasäure, ernten ließen sich ungefähr 37.500 Tonnen. Deutschland kam 2025 auf 18.962 Hektar.
Alphasäure ist der Bitterstoff im Hopfen. Je mehr davon im Sud landet, desto höher liegen die IBU, die Skala für die Bittere. Ein Dortmunder Export bleibt bei 20 bis 30 IBU, ein American IPA erreicht 40 bis 70 IBU. Das erklärt, warum beide Biere so verschieden schmecken, obwohl beide aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe bestehen.
Zu den klassischen US-Sorten gehören Cascade, 1972 eingeführt, außerdem Centennial, Citra, Mosaic, Simcoe und Amarillo. Sie liefern Aromen von Zitrusfrüchten und tropischem Obst. Wer sie einsetzt, gibt den Hopfen meist spät in den Sud oder erst in den Gärtank, damit die Aromastoffe nicht verkochen.
Früher Hopfen im Sud sorgt für Bittere, später Hopfen für Duft. Beim Truth IPA von Rhinegeist steht der Hopfen im Vordergrund, beim Dortmunder Gold von Great Lakes dagegen das Malz. In Cincinnati und Cleveland wählen die Brauer je nach Stil: wenig und mild für das Lager, reichlich und spät für das IPA. Eine einzige Hopfensorte als Erkennungszeichen der Region gibt es nicht.