
Amber, Pils, IPA
Bierstile
Welches Bier gehört zu Pennsylvania? Vor allem das kupferfarbene Lager, das Yuengling als Traditional Lager abfüllt. Es steht dem Wiener Lager nahe: ein Bier mit Brotkruste, leichter Karamellsüße und mäßiger Bittere, geschmeidiger als ein Pils und deutlich fülliger als ein amerikanisches Industrielager.
Der zweite Stil ist der Porter. Pennsylvania-Porter geht auf die Zeit vor der Prohibition zurück: Das Bier ist dunkel, mit Röstnoten, doch ohne die schwere Süße mancher Stouts. Yuengling Porter gilt als eines der bekanntesten erhaltenen Beispiele. Wie der Porter von Robert Hare schmeckte, wissen wir nicht, das Rezept ist nicht erhalten.
Dazu kommen die Neuerer. Das Pils von Victory hält sich an die deutsche Vorlage: hell, trocken, deutlich gehopft. Das HopDevil steht für das amerikanische IPA, das mehr Bittere und mehr Hopfenduft als das englische Vorbild bietet. Das klassische Pils ist vom IPA leicht zu unterscheiden: Das eine ist untergärig, kühl und klar, das andere obergärig, warm und aromatisch.
Und der Black & Tan? Er ist kein eigener Stil, sondern eine Mischung aus Lager und Porter, die Yuengling nach eigenen Angaben seit 1986 fertig abfüllt. Das Ergebnis schmeckt röstig wie der Porter und trinkt sich leicht wie das Lager.
Unterm Strich ist Pennsylvania weniger eine Stilregion als eine Brückenregion. Englischer Porter, deutsches Lager und amerikanisches IPA treffen sich hier in einem Staat, oft sogar in einer Straße.
Wiener Lageruntergärig
- Stammwürze
- 11,9–13,6 °P
- Alkohol
- 4,7–5,5 % vol
- Bittere
- 18–30 IBU
- Farbe
- 18–30 EBC
Kupferfarben, Brotkruste, leichte Karamellnote, mäßige Bittere.