
Common, West Coast
Bierstile
Das California Common ist der Stil der Stadt, und der Name hat eine Vorgeschichte. Weil Anchor den Begriff Steam als Marke hielt, nutzten andere Brauer den Ausweichnamen Common. Der Wettbewerbsverband BJCP führt den Stil heute als 19B, mit 4,5 bis 5,5 Volumenprozent und 30 bis 45 IBU.
Im Glas steht ein bernsteinfarbenes, klares Bier mit festem, weißem Schaum. Es riecht nach Brotkruste, etwas Karamell und Holz. Im Mund ist es mittelkräftig, rund und knackig, am Ende leicht trocken. Wer nur Pils kennt, findet es voller. Wer Ale kennt, findet es sauberer.
Der Unterschied zu einem normalen Lager liegt in der Gärwärme: dieselbe Hefe, aber 16 bis 24 Grad statt 8 bis 12. Zu einem englischen Ale wiederum fehlt die starke Esternote, und das Bier ist knackiger. Das California Common steht damit genau zwischen den Familien, ohne zu einer von beiden zu gehören.
Daneben hat die Bucht das West-Coast-IPA mitgeprägt, den Stil, der in den USA als American IPA geführt wird. Er ist goldgelb bis kupfern, trocken, deutlich bitterer und mit viel Hopfenduft von Zitrus bis Kiefer. Die Spanne reicht von 5,5 bis 7,5 Volumenprozent und 40 bis 70 IBU.
Beide Stile teilen eine Haltung: klar im Aufbau, ohne Schnörkel. Das Steam Beer ist das ruhige Gegenstück, das IPA die laute Schwester. Ein Brauer, der beide beherrscht, zeigt, wie unterschiedlich dasselbe Handwerk klingen kann.
California Commonuntergärig
- Stammwürze
- 11,9–13,3 °P
- Alkohol
- 4,5–5,5 % vol
- Bittere
- 30–45 IBU
- Farbe
- 18–28 EBC
Bernstein, klar, brotig-karamellig, mit Holz- und Harzhopfen, trockener Abgang.