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Hopfen in der Region St. Louis

Yakima, Cascade, IBU

Hopfen

Woher kommt der Hopfen für ein Bier aus St. Louis? Er wächst nicht vor der Haustür, sondern vor allem im Nordwesten der USA, in Yakima in Washington, in Idaho und in Oregon. Die Fracht reist also quer über den Kontinent, bevor sie in den Sudkessel am Mississippi kommt.

Die USA bauten 2025 auf 17.057 Hektar Hopfen an. Sie liefern damit nach dem BarthHaas-Bericht rund 40 Prozent der weltweiten Alphamenge. Alphasäure ist der Stoff in den Dolden, der das Bier bitter macht, je mehr davon, desto herber schmeckt der Sud.

Anheuser-Busch verwendet nach eigenen Angaben für Budweiser eine Mischung aus amerikanischen und importierten Aromahopfen. Aromahopfen kocht man nur kurz oder gibt ihn spät dazu, damit sein Duft im Bier bleibt. Hopfen, der früh in den Kessel kommt, bringt dagegen die Bittere.

Bittere misst man in IBU, internationalen Bittereinheiten. Ein amerikanisches Lagerbier liegt nach BJCP bei 8 bis 18 IBU, ein amerikanisches Pale Ale bei 30 bis 50. Das schmeckt man sofort: Das Lager ist mild und fast ohne Hopfenzug, das Pale Ale kratzt am Gaumen.

Das Pale Ale lebt von Sorten wie Cascade, die 1972 in den USA herauskam und nach Zitrusfrüchten und Grapefruit duftet. Solche Sorten gaben der amerikanischen Craft-Bewegung ihren Geschmack. In St. Louis zeigt sich der Unterschied besonders deutlich, weil die Stadt beides nebeneinander hat: Konzernlager und Pale Ale vom Hopfenbauern aus dem Westen.

Dazu im Lexikon

Malz und HopfenIPA und Pale Ale
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