
Hopfen aus Washington
Hopfen
Wächst in Texas Hopfen? Im Hill Country gibt es keine Hopfenfelder von Bedeutung, dafür ist es zu heiß und zu trocken. Der Hopfen der Texas-Brauer reist aus dem Nordwesten an, vor allem aus dem Yakima Valley im Bundesstaat Washington. Die USA bauen derzeit auf rund 17.000 Hektar Hopfen an und liefern etwa 40 Prozent der weltweiten Alphasäure-Menge.
Alphasäure ist der Stoff im Hopfen, der die Bittere ins Bier bringt. Wer ein Bier bitter machen will, kocht Hopfen lange in der Würze. Wer Duft will, gibt ihn spät oder erst nach der Gärung dazu. Diese beiden Wege entscheiden, ob ein Bier nach Brot und Karamell oder nach Zitrus und Harz riecht.
Das dunkle Lager von Shiner setzt auf Zurückhaltung. Die Bittere stützt das Malz, ohne es zu überdecken, und der Hopfen bleibt im Hintergrund. Die Sorte ist bei Spoetzl nicht öffentlich festgelegt, deshalb bleibt es bei dieser Beschreibung des Geschmacks. Wer ein Dunkelbier trinkt, schmeckt zuerst das Malz und erst danach den Hopfen.
Anders die Craft-Seite. Aus dem Nordwesten stammen die Sorten Cascade, die seit 1972 existiert, sowie Centennial, Citra, Mosaic und Simcoe. Sie liefern Grapefruit, Mango oder Kiefer und prägen die amerikanischen Pale Ales und IPAs, die Texas-Brauer heute neben ihren Lagerbieren ausschenken. Jester King geht einen anderen Weg und baut seine Biere um Hefe und Reifung, weniger um Hopfen herum.