
Pint & Flasche
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Wie schmeckt Shiner Bock? Der erste Eindruck ist Brotkruste und ein Hauch Karamell, dazu eine milde Süße, die in einem trockenen, kurzen Abgang endet. Die Bittere ist leise, die Kohlensäure moderat. Es ist ein Bier, das man ohne Vorwissen trinken kann und das dennoch Röstmalz erkennen lässt.
Real Ale zeigt zwei Gesichter. Fireman's #4 ist ein helles, fruchtiges Ale für heiße Tage, Hans' Pils ein klares Lagerbier mit Kräuterhopfen. Jester King gehört in ein anderes Fach: Dort stehen Biere mit Säure, Trockenheit und Hefecharakter, die nach Obst und Heu riechen können. Wer das erste Mal probiert, sollte kleine Mengen nehmen. Säure überrascht, wenn man mit Lagerbier groß geworden ist, und braucht einige Schlucke Gewöhnung.
Das typische Glas in Texas ist der US-Pint mit 473 Millilitern. Daneben trinkt man viel direkt aus der Flasche, besonders aus der Longneck-Flasche mit 355 Millilitern. Für Farmhouse-Biere passt dagegen eine Tulpe, weil sie Duft hält.
Temperatur ist Geschmackssache. Dunkle Lager schmecken bei etwa 6 bis 8 Grad am besten, dann zeigen sich die Röstnoten. Sehr kalt serviert verschwindet das Aroma, wie bei jedem Bier. Farmhouse-Ales brauchen 8 bis 12 Grad, damit Frucht und Würze durchkommen.
Beim Einschenken hilft der schräge Glasrand. Man gießt das Bier erst schräg ein und stellt das Glas gerade, wenn es halb voll ist. So entsteht eine feste Schaumkrone, ohne dass zu viel Kohlensäure entweicht.