
Citra, Mosaic, Simcoe
Hopfen
Citra, Mosaic und Simcoe sind die Sorten, bei denen amerikanische Brauer an Zitrus, Tropenfrucht und Kiefernharz denken. Alle drei stammen aus Zuchtprogrammen im Yakima Valley und sind als Marken geschützt. Verwaltet werden sie von Yakima Chief Ranches, die ihre Anbauflächen über das Programm Footprints überwachen.
Citra ist als HBC 394 aus einer Kreuzung von 1990 hervorgegangen und kam 2009 von der Hop Breeding Company auf den Markt. Mosaic folgte 2012, gekreuzt aus Simcoe und einer männlichen Nugget-Pflanze. Simcoe selbst entstand im Programm von Yakima Chief Ranches unter der Leitung des verstorbenen Chuck Zimmerman.
Was bedeutet Aromahopfen und Bitterhopfen? Bitterhopfen enthält viel Alphasäure, den Stoff, der beim Kochen in die Würze geht und das Bier bitter macht. Aromahopfen enthält vor allem ätherische Öle, die erst spät im Sud oder beim Kalthopfen ins Bier kommen. Citra, Mosaic und Simcoe zählen zu den Sorten, die beides können.
Kalthopfen oder Dry Hopping heißt: Man gibt Hopfen erst in den Gärtank, wenn das Bier fast fertig ist. Dann ist es kalt, die Öle bleiben im Glas, und die Bittere ändert sich kaum. So entsteht der intensive Duft eines IPA.
Geerntet wird in der Regel ab Ende August bis in den September. Die Reben werden am Gerüst abgeschnitten; Topcutter heißt die Maschine, die dabei die Spitzen der Reben entfernt. Danach lösen Maschinen die Dolden von den Reben, und eine Darre trocknet sie bei rund 54 Grad Celsius (130 Grad Fahrenheit) sieben bis elf Stunden. Die Feuchte sinkt dabei von 40 bis 45 Prozent auf etwa neun.
Ein Blick auf die Weltzahlen ordnet das ein. Die Fläche der USA lag 2025 laut BarthHaas bei 17.057 Hektar, und die Weltfläche bei 52.660 Hektar. Der Anteil der USA an der Alphamenge der Welt liegt nach demselben Bericht bei etwa 40 Prozent.