
Pale Ale, IPA
Bierstile
Wie unterscheiden sich Pale Ale und IPA? Beide sind obergärig, hell und hopfig. Das IPA hat aber mehr Alkohol, mehr Stammwürze und deutlich mehr Bittere, und das Pale Ale ist die leichtere, trinkigere Schwester.
Das American Pale Ale ist goldgelb bis kupfern und riecht nach Zitrus, Blüten und Kiefer. Sein Malz bleibt im Hintergrund, die Bittere ist spürbar, aber nicht scharf. Die Stammwürze ist der Zucker, der vor der Gärung in der Würze gelöst ist; sie sagt, wie kräftig ein Bier werden kann.
Das American IPA, oft auch West Coast IPA genannt, ist kräftiger. IPA steht für India Pale Ale, ein helles, stark gehopftes Exportbier, das vor allem in Indien Erfolg hatte. Die Erzählung, dafür sei es gebraut worden, damit es die Schiffsreise übersteht, ist nur eine Legende. Heute bedeutet der Begriff vor allem: viel Hopfen.
Das Hazy IPA, auch New England IPA genannt, kommt aus dem Nordosten der USA und ist trüb. Es hat weniger Bittere, aber mehr Saft und Frucht. Citra und Mosaic gehören zu den Sorten, die man dafür oft einsetzt.
Fresh Hop ist dagegen kein Stil, sondern eine Brauweise. Ein Fresh Hop IPA ist ein IPA, bei dem der Hopfen direkt vom Feld in den Sud kam; es riecht grüner, nach Gras und Harz.
Die Zahlen stammen aus dem Wettbewerbs-Leitfaden BJCP 2021, einer US-Norm, und sind Korridore, keine Rezepte. Ein einzelnes Bier kann außerhalb liegen; maßgeblich sind die Angaben der Brauerei.
American Pale Aleobergärig
- Stammwürze
- 11,2–14,7 °P
- Alkohol
- 4,5–6,2 % vol
- Bittere
- 30–50 IBU
- Farbe
- 10–20 EBC
Goldgelb bis kupfern, Zitrus und Kiefer, klare Bittere, schlanker Körper.