
Hofküche und Blüte
Essen & Brauchtum
Zu den bekanntesten Gerichten des Alten Landes gehört die Altländer Hochzeitssuppe. Sie wird nach dem Originalrezept aus Rindfleisch, Sellerie, Lauch, Petersilienwurzel, Muskat, Ingwer, Ei und Butter gekocht. Dazu gibt es warme Rosinen, Weißbrot und Rosinenbrot.
Ein kleines Glas Apfelbrand kann neben einem so vollen Teller wie ein Gegenpol wirken. Die Frische des Apfels und seine Säure schneiden durch Fett und Süße. Ob man das mag, ist Geschmackssache, vorgeschrieben ist es nicht.
Auch der Schnaps nach dem Essen hat seinen Ruf. Dass er die Verdauung beschleunigt, stimmt allerdings nicht. Gemessen verzögert Alkohol die Magenentleerung eher, als dass er sie beschleunigt. Dass es nach einem Apfelbrand leichter wird, liegt an der Entspannung.
Im Jahr beginnt der Reigen mit der Apfelblüte. Das Altländer Blütenfest findet in Jork am ersten Maiwochenende statt. Im Spätsommer und Herbst folgen von August bis Oktober die Altländer Apfelwochen, das große Erntefest des Gebiets mit Hoffesten, Märkten und Verkostungen. Beim Tag des offenen Hofes öffnen Obstbauern ihre Betriebe und zeigen, wie Äpfel gepflückt und gepresst werden. Wer Apfelblüte und Erntefest verbinden will, reist im Mai und im Herbst, denn dazwischen sind die Plantagen vor allem grün.
Wer nach Brennereien sucht, wird am ehesten bei Hofläden und Manufakturen fündig. Verkostungen finden meist dort statt, wo der Betrieb sie anbietet, und der Brand wird dabei wie bei jedem anderen Besuch in kleinen Mengen gereicht.