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Region & Geschichte in der Region Markgräflerland & Breisgau

Staufen und Schladerer

Region & Geschichte

Wer nach Schladerer sucht, landet in Staufen im Breisgau, am Rand des Markgräflerlandes, wo die Rebhänge ins Münstertal und damit in den Südschwarzwald übergehen. Der Überlieferung nach soll hier Doktor Faust sein Ende gefunden haben, weshalb die Stadt sich Fauststadt nennt. Die Brenngeschichte, um die es auf dieser Reise geht, ist nüchterner und besser belegt als die Sage.

Nach Angaben des Hauses beginnt sie 1844. Damals übernahm Sixtus Balthasar Schladerer das Gasthaus „Kreuz“ in Staufen und fing an, dort Kirschwasser zu brennen. Aus dem Wirtshaus wurde ein Betrieb mit Landwirtschaft, Weinbau und Brennerei unter einem Dach. 1876 führte sein Sohn Hermann den Gasthof weiter, und er galt als eines der beliebtesten Häuser in Baden.

Ab 1919 leitete Alfred Schladerer das Unternehmen und baute die Hausbrennerei aus. Er war gelernter Gastwirt und sorgte dafür, dass der Name weit über die Region hinaus bekannt wurde, auch durch die eckige Flasche, für die das Haus heute noch steht. Seit 2010 führt Philipp Schladerer die Brennerei in sechster Generation. Offiziell heißt sie Alfred Schladerer Alte Schwarzwälder Hausbrennerei.

Das Sortiment hat sich seit 1844 verbreitert. Neben dem Kirschwasser, mit dem alles begann, stehen dort heute etwa das Markgräfler Chriesiwässerli aus Streuobstwiesen der Gegend, eine Rote Williamsbirne, eine Wildschlehe und das Zibärtle, eine Wildpflaume, von der später noch die Rede ist.

Auf manchen Flaschen steht „Schwarzwälder“ vor dem Fruchtnamen. Das ist mehr als eine Ortsangabe: Schwarzwälder Williamsbirne, Mirabellenwasser, Kirschwasser, Zwetschgenwasser und Himbeergeist sind seit 1989 als geografische Angaben der EU geschützt. Beim Himbeergeist handelt es sich rechtlich um einen Geist und nicht um einen Brand, worauf die Stationen zu Maische und Brandstil genauer eingehen.

Dazu im Lexikon

Wie in der Normandie aus Apfel- und Birnenwein ein Brand wird
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