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Region & Geschichte in der Region Borderies, Fins Bois & Bons Bois

Vier Lagen

Region & Geschichte

Neben Grande Champagne und Petite Champagne kennt der Cognac vier weitere Lagen, über die auf Flaschen selten gesprochen wird: die Borderies, die Fins Bois, die Bons Bois und die Bois ordinaires, offiziell auch Bois à terroirs genannt. Zusammen tragen sie den größeren Teil der Rebfläche, und ihre Destillate stecken häufig in Verschnitten.

Die Borderies sind die kleinste der vier inneren Lagen. Auf rund 4 000 Hektar Reben, nordwestlich der Stadt Cognac, liegt ein Hochplateau aus Ton und Kalk mit eingelagertem Feuerstein, den man in Frankreich Silex nennt. Der Boden ist schwerer und feuchter als der Kreideboden der Champagnes, und das Klima gilt als etwas kühler. Daraus entstehen Brände, die Abfüller gern als weich und blumig beschreiben.

Die Fins Bois bilden mit mehr als 30 000 Hektar den größten Cru und legen sich wie ein breiter Gürtel um die übrigen inneren Lagen. Im Norden herrschen die „groies“, flachgründige, rötliche Lehm-Kalk-Böden mit harten Steinen aus der Jurazeit, die den Böden der Champagnes ähneln, nur dunkler sind. Weiter südlich stammt der Untergrund aus Kreidezeit und Tertiär.

Bons Bois und Bois ordinaires bilden den äußeren Rand des Gebiets. Dort mischen sich Sandböden ein, die vor langer Zeit vom Zentralmassiv abgetragen wurden. An der Atlantikküste und auf den Inseln Île de Ré und Île d'Oléron kommt Meeresklima dazu, feucht. Rund 12 000 Hektar entfallen auf die Bons Bois, die Bois ordinaires bleiben mengenmäßig klein.

Als geschützte geografische Angabe ist der Cognac seit dem 12. Juni 1989 eingetragen, die einzelnen Crus wurden 1938 per Dekret abgegrenzt. Zuvor hatte die Reblaus, die um 1875 in die Charente gelangte, die Rebfläche von 280 000 auf rund 40 600 Hektar um 1893 schrumpfen lassen.

Dazu im Lexikon

Cognac und Armagnac im Vergleich
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft