Trinkkultur in der Region Irischer Gin

Pub statt Gin-Palast

Trinkkultur

Wo London seine Gin-Paläste des 19. Jahrhunderts hatte, hat Irland den Pub. Genau dort hat sich Gin in den vergangenen zehn Jahren eingenistet. Statt eigener Gin-Bars servieren die meisten irischen Wirtshäuser Gin Tonic einfach neben Guinness und Whiskey, oft mit einer kleinen Karte lokaler Marken, die der Wirt selbst kennt.

Der Gin Tonic bleibt die mit Abstand häufigste Zubereitung. Er wird meist im großen Ballonglas serviert, das die Aromen im Glas sammelt. Zur Drumshanbo Gunpowder Gin passt laut Brennerei eine Grapefruitzeste, sie unterstreicht die Teenote. Dingle Gin wird oft mit Rosmarin oder Fuchsienblüte serviert, um die Botanicals der Halbinsel sichtbar zu machen.

In Dublin haben sich seit dem Gin-Boom auch reine Gin-Bars etabliert. Sie führen dutzende Flaschen aus dem ganzen Land und bieten Gästen eine Art Verkostungsreise durch die Grafschaften, von Leitrim bis Kerry. Solche Bars bleiben aber die Ausnahme. Das gewöhnliche Bild ist der ländliche Pub mit knarrendem Holzboden und offenem Kamin.

Feste rund um Gin sind in Irland jünger und kleiner als etwa die großen Whiskey-Messen, wachsen aber. Mehrere Brennereien, darunter Glendalough in den Wicklow Mountains, öffnen im Jahresverlauf ihre Türen für Führungen. Besucher können der Botanical-Sammlerin dabei über die Schulter schauen.

Martini spielt in der irischen Trinkkultur eine kleinere Rolle als in den USA. Er taucht aber zunehmend auf Karten in Dublin auf, meist mit trockenem Wermut und einer Olive oder Zitronenzeste. Die stark aromatischen irischen Gins kommen seltener hinein, weil sie im puren Martini schnell dominieren würden.

Insgesamt bleibt irische Gin-Kultur unprätentiös. Es gibt kein festes Ritual und kein vorgeschriebenes Glas. Gin ist einfach neben Bier und Whiskey dazugekommen, ohne die alten Gewohnheiten des Pubs zu verdrängen.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

Dürfen wir messen, wie Gustofolio benutzt wird? Dafür würden wir Google Analytics laden und ein Cookie auf deinem Gerät speichern. Das hilft uns zu sehen, welche Bereiche gebraucht werden — mehr nicht. Inhalte deiner Sammlung werden dabei nicht übertragen.

Ohne deine Zustimmung passiert nichts davon, und Gustofolio funktioniert vollständig weiter. Du kannst deine Entscheidung jederzeit ändern. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.