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Brennen in der Region Die Holzbrennblasen & Marken

Greenheart statt Kupfer

Brennen

Eine Brennblase aus Holz klingt falsch, bis man erfährt, was für ein Holz es ist. Greenheart, ein Hartholz aus den Wäldern Guyanas, ist so dicht und wasserfest, dass man damit Hafenstege baut, die ständig im Wasser stehen. Als häufig genannte Erklärung heißt es, das Holz nehme wie Kupfer Schwefelverbindungen aus dem Dampf. Die Herkunftsspezifikation erlaubt Holz, Kupfer oder Stahl.

Port Mourant ist die Doppel-Holz-Pot-Still, zwei Kessel hintereinander. Sie stammt vom gleichnamigen Gut im Berbice. Das Gut wird gängig auf 1732 datiert und schloss 1955. Die Brennblase zog danach nach Albion, später nach Uitvlugt und schließlich nach Diamond. Das Kürzel PM steht für ihren Rum.

Versailles ist eine Einzel-Holz-Pot-Still vom Westufer des Demerara, der Kürzel VSG gehört. Das Gut schloss Anfang der 1970er Jahre. Die Brennblase kam 1977 nach Enmore, 1993 nach Uitvlugt und um die Jahrtausendwende nach Diamond. Sie hat in dreißig Jahren dreimal den Standort gewechselt, ohne dass jemand daran dachte, sie zu verschrotten.

Enmore an der Ostküste des Demerara hat zwei Holz-Coffey-Stills aus den 1880er Jahren. Eine Coffey-Still ist eine Säule: Sie brennt ununterbrochen, statt Charge für Charge, und folgt dem Vorbild des Iren Aeneas Coffey. Ihr Rum gehört zur Marke EHP und fällt leichter aus als der aus den Pot Stills.

Uitvlugt am Westufer hatte ursprünglich Doppel-Holz-Pots. In den frühen 1920er Jahren ersetzte man sie durch eine Savalle, eine französische Anlage mit vier Kolonnen. Dieser Rum war entsprechend leichter. Als der Betrieb um die Jahrtausendwende schloss, wanderte auch die Savalle nach Diamond. Jede dieser Blasen liefert ihre eigene Marque, deren Kürzel später auf den Fässern steht.

Dazu im Lexikon

Pot Still und Dunder im Jamaika-RumBrennblasen in Guyana, Barbados und Kuba
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