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Brennen in der Region Michoacán: Charanda

Kupfer und Tradition

Brennen

Gebrannt wird Charanda nach Berichten mexikanischer Fachmedien in kupfernen Alambiques, so heißen die Brennblasen im Spanischen. Ob ein Haus Kolonne oder Blase bevorzugt, entscheidet jeder Betrieb selbst; die Schutzerklärung verweist für alle Einzelheiten auf die Norm NOM-144-SCFI-2000.

Beim Brennen trennt der Brenner den Vorlauf ab, der scharf und lösungsmittelartig riecht, nimmt das Herz mit dem sauberen Zuckerrohrton und lässt den Nachlauf aus. Je genauer er das tut, desto glatter wird der Brand. Bei einem Saftbrand wie der Charanda ist das besonders wichtig, denn er hat keine schweren Ester, hinter denen sich Fehler verstecken könnten.

Was die Fachmedien als Spanne für die Abfüllstärke nennen, reicht von 38 bis etwa 54 Volumenprozent. Die untere Zahl liegt knapp über dem EU-Minimum für Rum von 37,5 Prozent. Ein Charanda am oberen Ende schmeckt kräftiger und wirkt im Glas schärfer, ein Charanda mit 40 Prozent liest sich glatt.

Auf dem Etikett zählt der Name Charanda. Er ist eine mexikanische Herkunftsbezeichnung, die der Staat schützt, und sie ist kein Untertitel von Rum, so wenig wie Cachaça einer ist. Die Bezeichnung Rum selbst ist in der EU durch die Verordnung 2019/787 geregelt, und diese Regeln gelten für alles, was in Europa so heißt.

Eine feste Markenliste für die Region gibt es nicht. Genannt werden vor allem Tarasco, mit den Abfüllungen Blanco, Reposado und Añejo, und Uruapan, mit Blanco, Plata und der gereiften Linie Real de Uruapan. Das Haus Sol Tarasco gibt an, aus Zuckerrohr aus eigenem Anbau zu brennen. Das sind Herstellerangaben.

Charanda ist in Europa ein Nischenprodukt, und die Brennereien der Region sind überschaubar. Der Brand entsteht in einer Landschaft, in der Zuckerrohr, Avocadogärten und Vulkankegel dicht beieinanderliegen.

Dazu im Lexikon

Brennblase oder Kolonne: was sie am Rum ändernCachaça, der brasilianische Zuckerrohrbrand
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