
Eiche im Hochland
Fass & Klima
Ein Teil der Charanda wird nie gereift: Der weiße Brand kommt als Blanco kurz nach dem Brennen in die Flasche. Andere Abfüllungen ruhen in Fässern. Mexikanische Fachmedien nennen Eiche, im Spanischen roble oder encino, und beschreiben, wie der Brand dort bernsteinfarben wird. Aus Reposado und Añejo, wie manche Häuser ihre gereiften Linien nennen, sind die Namen bekannt, die Mindestzeiten hängen an der Norm und am jeweiligen Haus.
Welche Fassgrößen und Vorbelegungen üblich sind, lässt sich für die Region nicht allgemein sagen. Das sollte man wissen, wenn eine Flasche mit Holznoten wirbt: Vanille und Gewürz stammen aus dem Fass, nicht aus dem Rohr, und je kleiner das Fass, desto schneller gibt das Holz sie ab.
Das Klima unterscheidet sich vom Rumland am Meer. Die Schutzzone liegt nach der Erklärung auf etwa 1 600 bis 3 842 Metern, und die Mitteltemperatur in der Region beträgt 21,2 Grad. In tropischen Lagerhäusern verdunstet nach Fachpresse oft um die acht Prozent pro Jahr, ein Vielfaches von Schottland. Ein kühleres Lager im Bergland verliert weniger, und das Holz arbeitet langsamer. Konkrete Verdunstungswerte für Uruapan sind nicht belegt.
Wie eine Altersangabe zu lesen ist, regelt für Flaschen in der EU die Verordnung 2019/787: Sie gilt für den jüngsten Anteil der Mischung. Steht auf einer Charanda-Flasche eine Zahl, die nicht eindeutig nach Jahren aussieht, hilft ein Blick auf das Etikett oder eine Nachfrage beim Importeur. Reposado und Añejo sind Handelsbegriffe der Hersteller, keine festen Stufen wie VSOP bei Martinique.