Gustofolio
WissensweltManufakturen
ErfassenSammlungGeschmackGenießenTeilen
Roadmap
WissensweltManufakturenErfassenSammlungGeschmackGenießenTeilenBeta-RoadmapKonto erstellen
AnmeldenKonto erstellen
GetränkelexikonLexikonWissensreiseReisenThemenweltenThemenAlle ArtikelArtikelCocktailrezepteCocktails
  1. Alle Reisen
  2. ›
  3. Rum-Reise
  4. ›
  5. Festland Amerika
  6. ›
  7. Nicaragua
  8. ›
  9. Nicaragua
  10. ›
  11. Nicaragua: Chichigalpa
  12. ›
  13. Station 1 von 8
Region & Geschichte in der Region Nicaragua: Chichigalpa

Zucker, Familie, Marke

Region & Geschichte

Flor de Caña, der wohl bekannteste Rum aus Nicaragua, entsteht in Chichigalpa, einer Kleinstadt im Departamento Chinandega an der Pazifikseite des Landes. Von Managua sind es etwa 120 Kilometer nach Nordwesten, der Hafen Corinto am Pazifik liegt rund 30 Kilometer entfernt. Wer wissen will, woher Rum aus Nicaragua kommt, landet damit im heißen, flachen Tiefland zwischen Vulkankette und Küste. Über den Feldern steht der Vulkan San Cristóbal.

Zuckerrohr brachten die Spanier nach Zentralamerika. Als 1890 in Chichigalpa die Nicaragua Sugar Estates Limited entstand, war die Sklaverei in der Region längst verboten, die Zentralamerikanische Föderation hatte sie 1824 abgeschafft. Größter Anteilseigner war Francisco Alfredo Pellas Canessa, ein Italiener aus Genua, der 1875 nach Nicaragua gekommen war, um das Schifffahrtsgeschäft seines Vaters zu leiten. Seine Zuckerfabrik, der Ingenio San Antonio, ist bis heute der Kern des Betriebs. Rum wird dort nach Angaben des Hauses seit 1890 gebrannt.

Zur Marke wurde der Rum erst 1937, als der Name Flor de Caña eingetragen wurde, wörtlich die Zuckerrohrblüte. Die ersten Abfüllungen hießen Etiqueta Amarilla und Etiqueta Roja, also gelbes und rotes Etikett. 1954 gründete Alfredo Pellas Chamorro die Compañía Licorera de Nicaragua, die bis heute den Rum herstellt, während die Zuckerfabrik weiter Zucker liefert.

Das Unternehmen blieb in Familienhand. Heute gehört es der Familie Pellas und wird von Carlos Pellas Chamorro geführt, der fünften Generation. Die Brennerei steht auf dem Gelände des Ingenio San Antonio, nur wenige Schritte von den Feldern entfernt, aus denen der Rohstoff stammt.

Einen geschützten Herkunftsnamen mit festen Verfahrensregeln, wie ihn Jamaika oder Demerara in der EU besitzen, führt Nicaragua dort nicht. Was auf dem Etikett steht, richtet sich deshalb vor allem nach dem Recht des Landes, in dem der Rum verkauft wird, in Europa zum Beispiel nach der Altersregel, die Station 5 erklärt.

Dazu im Lexikon

Rum aus Kuba, Barbados und Guyana im VergleichWas Rum rechtlich überhaupt ist
ZurückÜbersichtWeiterZuckerrohr & Melasse

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft