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Rebsorten in der Region Wiesbaden-Biebrich & Schierstein

Riesling und Burgunder

Rebsorten

Riesling-Sekt aus dem Rheingau hat bei Söhnlein Tradition, denn die Marke Rheingold entstand aus Johannisberger Riesling. Die Sorte bringt viel Säure und Aromen von Zitrus und grünem Apfel, und sie bleibt bei früher Lese schlank. Das sind die Eigenschaften, die ein Grundwein für Schaumwein braucht. Die Rieslinge, die Söhnlein in Schierstein zu Sekt machte, kamen von Schloss Johannisberg; die Marke Fürst von Metternich erinnert bis heute an diesen Vertrag.

Für Sekt schreibt das deutsche Recht keine Rebsorten vor. Möglich sind deshalb neben Riesling auch Weißburgunder, Spätburgunder und Schwarzriesling, der in Frankreich Meunier heißt. Aus roten Trauben, die wie Weißwein gekeltert werden, entsteht Blanc de Noirs, und auch dieser Begriff darf auf dem Sektetikett stehen.

Der Konzern denkt längst über den Rhein hinaus. Zu Henkell Freixenet gehört seit 2008 das italienische Haus Mionetto, dessen Prosecco aus der Rebsorte Glera stammt. Seit 2009 heißt die Sorte so, Prosecco bezeichnet nur noch die Herkunft, und Glera muss in einem Prosecco DOC mindestens 85 Prozent ausmachen.

Zu Freixenet gehört der Cava, und der beruht traditionell auf Macabeo, Xarel·lo und Parellada, die zusammen rund 82 Prozent der Cava-Rebfläche stellen. So stehen unter einem Dach Rheingauer Riesling, venetische Glera und katalanische Macabeo.

Warum diese Vielfalt? Eine Marke, die jedes Jahr gleich schmecken soll, braucht Grundweine, die sich gut mischen lassen. Säurefrische, eher zurückhaltende Sorten tragen die Handschrift einer Kellerei besser als Sorten mit starkem Eigenaroma, die am liebsten allein im Glas stehen.

Dazu im Lexikon

Prosecco und die Rebsorte Glera erklärtSpätburgunder als Rot- und Sektwein
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