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Region & Geschichte in der Region Côte des Bar (Aube)

Der ferne Süden

Region & Geschichte

Die Côte des Bar liegt im Departement Aube, ganz im Süden der Champagne und mehr als hundert Kilometer von Reims und Épernay entfernt. Ihre beiden Zentren sind Bar-sur-Seine und Bar-sur-Aube. Nach Chablis und ins Burgund ist es von hier näher als zu den berühmten Kreidekellern.

Das Gebiet gliedert sich in zwei Teile. Das Barséquanais um Bar-sur-Seine umfasst 33 Dörfer, das Bar-sur-Aubois 31. Zusammen bewirtschaften 2.535 Betriebe 7.897 Hektar Reben, ein knappes Viertel der gesamten Appellation. Eine Gemeinde mit der Einstufung Grand Cru oder Premier Cru gibt es in der Aube trotzdem nicht, beide Listen enthalten nur Dörfer der Marne.

Wie die Aube zur Champagne kam, erzählt die Weinreise: Die Unruhen von 1911 und die Eingliederung von 1927 gehören dorthin. Rechtlich zählt das Gebiet seit 1927 zur Appellation, und für seine Winzer gilt heute dasselbe Pflichtenheft wie für die der Marne.

Alte Namen gibt es auch hier. Das Haus Drappier in Urville nennt 1808 als Gründungsjahr. Sein Keller geht auf Zisterziensermönche der Abtei Clairvaux zurück, die ihn nach Angaben des Hauses 1152 aushoben.

Die Genossenschaft Union Auboise entstand 1957 in Bar-sur-Seine. 1987 übernahm sie die Marke Veuve A. Devaux, die Jules und Auguste Devaux 1846 in Épernay gegründet hatten, weil der letzte Devaux keine Erben hatte. Heute vereint sie nach eigenen Angaben rund 800 Winzer auf 1.400 Hektar.

Daneben stehen Familien, die ihre Trauben selbst zu Champagner machen, statt sie zu liefern: Fleury in Courteron, 1895 gegründet, oder Cédric Bouchard in Celles-sur-Ource seit dem Jahr 2000. Wer so weit von den großen Häusern entfernt wohnt, hat einen Grund mehr, seinen Wein selbst zu verkaufen.

Dazu im Lexikon

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