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Boden & Klima in der Region Côte des Bar (Aube)

Kalk und Lehm

Boden & Klima

Wer von Reims nach Süden fährt, verlässt irgendwann die Kreide. Die Hänge der Côte des Bar sitzen auf Kimmeridge-Kalk aus dem Jura, überdeckt von Lehm. Es ist derselbe Gesteinstyp, auf dem Chablis wächst, und die Fachliteratur vergleicht beide Böden häufig.

Der Pinot noir bringt von diesem Untergrund eine Leichtigkeit mit, die als typisch für das Gebiet beschrieben wird. Kellermeister der führenden Häuser gelten als gern gesehene Abnehmer solcher Trauben, weil sie damit ihre Cuvées straffer und frischer machen können.

Die Champagne liegt an der kühlen Grenze des Weinbaus, und die Aube bekommt davon ihren Teil. Pinot noir treibt früh aus und leidet unter Spätfrösten, deshalb zählen Hangneigung, Ausrichtung und Wind mehr als jedes Etikett. Wird früh gelesen, bleibt die Säure erhalten, die ein Schaumwein später braucht.

Rechtlich zählt die Gemeinde, nicht die einzelne Lage. Winzer wie Cédric Bouchard in Celles-sur-Ource füllen ihre Parzellen trotzdem getrennt ab. Sein Weinberg Côte de Val Vilaine ist ein Südhang mit Pinot noir, 1974 gepflanzt, der Creux d’Enfer ein Westhang im selben Dorf.

Auch die Keller sehen anders aus. Bei Drappier in Urville lagern vor allem die großen Flaschenformate in Gewölben, die Mönche der Abtei Clairvaux im 12. Jahrhundert anlegten. Statt Kreidestollen umgibt hier gewölbter Stein die Hefe.

Nach Westen, in der Nähe von Troyes, ändert sich der Boden wieder. Bei Montgueux wächst Chardonnay, den Devaux für seine Cuvée D zukauft. So hat die Aube zwei Gesichter: Pinot noir auf Kalk im Süden, Chardonnay um Troyes.

Dazu im Lexikon

Warum Säure im Schaumwein so wichtig istWas Champagner ausmacht
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