
Pinot noir dominiert
Rebsorten
Fast vier von fünf Rebstöcken in der Côte des Bar sind Pinot noir: 83,9 Prozent der Fläche. Chardonnay folgt mit 11,6, Meunier mit 3,2 Prozent. Damit prägt eine einzige Sorte das Gebiet deutlich stärker als an der Côte des Blancs, wo Chardonnay herrscht.
Die beiden Teile unterscheiden sich. Im Barséquanais liegt der Pinot-noir-Anteil bei 85,8 Prozent, im Bar-sur-Aubois bei 79,6. Dort steht auch mehr Chardonnay mit 13,0 Prozent und mehr Meunier mit 6,7 Prozent.
Pinot noir liefert Körper, rote Frucht und Struktur. Seine Farbe sitzt in der Schale, der Saft ist hell. Wird schonend gepresst, bleibt der Most weiß, und aus roten Trauben entsteht ein Blanc de Noirs. Genau dafür ist die Sorte in der Aube die Grundlage.
Zugelassen sind in der Champagne acht Hauptsorten und dazu die Anpassungssorte Voltis. Auf den rund 15 Hektar von Fleury in Courteron wachsen neben Pinot noir auch Meunier, Chardonnay, Pinot blanc und Pinot gris.
Drappier bewirtschaftet nach Angaben des Hauses 62 Hektar bei Bar-sur-Aube, zu etwa 70 Prozent mit Pinot noir bepflanzt, und ist seit 2023 biozertifiziert. Auch große Betriebe setzen hier also auf die dunkle Traube.
In Les Riceys führt der Pinot noir ein zweites Leben. Dort entsteht der Rosé des Riceys, ein stiller Rosé aus den drei Ortsteilen Ricey-Haut, Ricey-Haute-Rive und Ricey-Bas, nach einer Maischestandzeit von drei bis fünf Tagen. Er hat mit Schaumwein nichts zu tun, ist eine eigene Appellation und gehört nur als Kuriosum in diese Reise.