
Pinot, Auxerrois, Riesling
Rebsorten
Welche Trauben stecken im Crémant d’Alsace? Die Liste ist kurz: Pinot blanc, Pinot gris, Riesling, Auxerrois und Chardonnay für den weißen Crémant, dazu Pinot noir. Für den Rosé ist Pinot noir die einzige zugelassene Sorte, und wer will, kann ihn auch weiß keltern und als Blanc de Noirs füllen.
Pinot blanc bildet in vielen Cuvées den Kern. Er bringt Apfel und etwas Birne, wenig Säure und viel Rundheit. Eng verwandt ist der Auxerrois, der im Elsass oft gemeinsam mit Pinot blanc im Weinberg steht und im Keller mit ihm verarbeitet wird. Er schmeckt noch eine Spur weicher und reifer.
Der Riesling steuert Säure und zitronige Frische bei. Als Anteil in der Cuvée ist er begehrt, weil er den milden Pinot-Sorten Spannung gibt, und manche Häuser füllen auch einen reinen Riesling-Crémant ab. Pinot gris liefert dagegen Körper und eine leicht würzige, rauchige Note.
Chardonnay ist im Elsass eine Besonderheit, denn er ist hier nur für den Crémant zugelassen und nicht für den Stillwein. Er bringt Zitrus und eine cremige Textur, bleibt aber meist Nebendarsteller neben den Pinot-Sorten.
Pinot noir macht aus dem Schaumwein einen Rosé mit Kirsche, Erdbeere und zarter Würze. Die Farbe stammt aus den Schalen, die nur kurz mit dem Saft in Berührung bleiben, sonst wird der Schaum zu schwer. Mit dem Spätburgunder, wie man ihn in Deutschland nennt, ist es dieselbe Sorte.
Aromatische Sorten wie Gewürztraminer oder Muskat fehlen auf der Liste mit Absicht. Sie würden den Schaumwein überlagern. Alle zugelassenen Sorten behalten ihre Säure auch bei früher Lese und lassen der Hefe Platz für ihre eigene Note.