
Häuser, Gründer, Daten
Region & Geschichte
Welche Champagner-Häuser sitzen in Reims? Ruinart, Taittinger, Veuve Clicquot, Lanson, Roederer, Mumm, Krug und Pommery, und jedes hat sein eigenes Gründungsdatum. Das älteste ist Ruinart: Das Haus wurde am 1. September 1729 gegründet.
Das Jahr ist kein Zufall, denn kurz zuvor, 1728, hatte Ludwig XV. erlaubt, Wein in Flaschen zu transportieren. Ruinart schickte die erste Lieferung im Januar 1730 los und gilt als ältestes Haus, das ausschließlich Champagner macht.
Taittinger geht auf das Jahr 1734 zurück und trägt den Familiennamen seit 1932, Lanson folgte 1760 und Veuve Clicquot 1772. Louis Roederer fing 1776 noch als Dubois Père & Fils an und heißt seit 1833 so, die Familie Rouzaud führt das Haus bis heute unabhängig.
Auffällig viele Gründer kamen aus Deutschland. Florens-Louis Heidsieck zog 1785 aus Westfalen nach Reims. Die Söhne eines Kölner Weinhändlers gründeten 1827 das Haus Mumm. Johann-Joseph Krug aus Mainz machte 1843 sein eigenes Haus auf, und 1858 entstand Pommery & Greno. Krug gehört seit Januar 1999 zu LVMH.
Den Namen Champagne bindet seit dem Gesetz vom 6. Mai 1919 ein abgegrenztes Gebiet, die Appellation folgte 1936, das Comité Champagne 1941. Nach dessen Zahlen versenden rund 370 Häuser mehr als zwei Drittel der Menge, während 16.200 Winzer 90 Prozent der Rebfläche bewirtschaften (Datenbasis 2023). Auf dem Etikett verrät das Kürzel NM ein Haus, das auch zugekaufte Trauben verarbeitet, RM einen Winzer, der aus eigenen Trauben selbst Champagner macht.