
Chenin, Cabernet franc
Rebsorten
Welche Trauben stecken im Crémant de Loire? Die Liste ist lang: Chenin und Chardonnay auf der weißen, Cabernet franc, Cabernet sauvignon und Pineau d’Aunis auf der roten Seite. Im Saumurois kommt Chenin am häufigsten zum Einsatz, oft mit etwas Cabernet verschnitten.
Chenin ist die Leitsorte, und das aus gutem Grund. Er behält auch bei guter Reife viel Säure, riecht nach Quitte, Apfel und weißen Blüten und bringt im Hefelager eine Haselnussnote mit. Seine Frische macht ihn zu einem verlässlichen Grundwein für Schaumwein, gerade weil er nicht auf Üppigkeit setzt.
Cabernet franc liefert die rote Seite. Aus seinen Trauben entstehen die Rosés der Gegend, mit Duft nach Himbeere und einem Hauch grüner Paprika. Dieselbe Rebe macht an der Loire auch ernsten Rotwein, doch dieses Kapitel gehört in die Stillwein-Reise. Beim Rosé zählt vor allem die Kürze des Schalenkontakts: Je kürzer die Beeren im Most baden, desto heller und feiner fällt die Farbe aus.
Pineau d’Aunis wird vor Ort auch Chenin noir genannt und steuert eine feine Pfeffernote bei. Er ist selten, aber er zeigt, wie viel Spielraum die Winzer im Verschnitt haben. Chardonnay rundet den Wein ab, wo Chenin allein zu kantig wirkt.
Der Saumur brut öffnet die Mischung noch etwas. Neben Chenin, Chardonnay, den beiden Cabernets und Pineau d’Aunis ist hier auch Sauvignon blanc erlaubt, ob sortenrein oder im Verschnitt. Wie viel davon im Glas landet, entscheidet jedes Haus nach seinem Stil, deshalb schmeckt ein Saumur brut von Haus zu Haus anders.
Warum gerade diese Sorten? Alle behalten bei früher Lese viel Säure und wenig Zucker, und sie vertragen das kühle, wechselhafte Wetter an der Loire. Der Schaumwein ist hier aus dem gewachsen, was ohnehin im Weinberg stand.