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Grundwein & Cuvée in der Region Luxemburger Mosel

Handlese und Mischung

Grundwein & Cuvée

Bevor aus Wein Crémant wird, muss die Lese stimmen. In Luxemburg wird für Crémant von Hand gelesen, die Trauben gelangen ganz oder entrappt in die Presse, und aus 150 Kilogramm Trauben dürfen höchstens 100 Liter Most laufen. Das ist die Regel für jeden Crémant in der EU, und sie zwingt zu sanftem Pressen. Winzer mit eigenem Betrieb pressen selbst, die Genossenschaft nimmt die Trauben ihrer Mitglieder an, etwa in Wellenstein und Remerschen.

Die Lese beginnt früher als für Stillwein, solange die Säure hoch und der Zucker niedrig ist. Rechtlich muss die Mischung der Grundweine, die Cuvée, mindestens 9 % vol Gesamtalkohol haben. Der fertige Schaumwein mit geschützter Herkunft braucht mindestens 10 % vol vorhandenen Alkohol. Die Fülldosage, der Zuckerzusatz für die zweite Gärung, darf den Alkohol um bis zu 1,5 % vol erhöhen.

Zur Cuvée gehört das Mischen. Ein Kellermeister verkostet die Einzelweine der Sorten und Lagen und stellt daraus eine Mischung zusammen, die Jahr für Jahr ähnlich schmecken soll; Auxerrois für die Rundung, Chardonnay für die Frische. Dieser Verschnitt, französisch Assemblage genannt, ist die eigentliche Kunst des Hauses. Wo ein Haus Reserveweine aus früheren Jahren zurückgelegt hat, kann es diese beimischen.

Crémant de Luxembourg gibt es mit und ohne Jahrgang; ein Jahrgangs-Crémant stammt aus der Lese eines einzigen Jahres, das auf dem Etikett steht und dessen Eigenheiten er zeigt. Besteht die Cuvée nur aus weißen Sorten, spricht man von Blanc de Blancs, kommt sie nur aus roten Trauben wie Pinot noir, die weiß gepresst werden, von Blanc de Noirs.

Auch der Rosé-Crémant wird von Hand gelesen; er hat einen leicht lachsfarbenen Ton und duftet nach roten Früchten und Blüten.

Dazu im Lexikon

Wie man ein Etikett mit Jahrgang liestPinot noir im Glas
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft