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Boden & Klima in der Region Carneros & Napa

Nebel, Wind, Ton

Boden & Klima

Am Südrand von Napa und Sonoma beginnt der Tag mit Nebel. Von der San Pablo Bay zieht kühle Meeresluft in die Hügel von Los Carneros, und ein täglicher Wind drückt die Temperatur schnell wieder nach unten. Los Carneros gilt als die kühlste und windigste AVA in beiden Countys. Das ist für Schaumwein ein Vorteil: Die Trauben reifen langsam und behalten ihre Säure.

Zum Vergleich: Im Napa Valley wird es nach Norden hin deutlich wärmer, dort wachsen die kräftigen Cabernets, von denen die Weinreise erzählt. In Carneros stehen stattdessen Pinot Noir und Chardonnay, also die beiden Sorten, die auch den Champagner tragen.

Der Boden passt dazu. Die Böden mit den Namen Haire, Coombs und Diablo bestehen überwiegend aus Ton, sind dünn und flach, oft nur rund einen Meter tief, und entwässern schlecht. Die Reben finden darin wenig Wasser und Nährstoffe, wachsen mäßig und tragen kleine Erträge. Das gibt dem Grundwein Konzentration, ohne dass er schwer wird.

Nicht jedes Haus sitzt in Carneros. Domaine Chandon liegt in Yountville im Tal, Schramsberg an der Diamond Mountain bei Calistoga, und dort lagert der Schaumwein in Höhlen im Berg. Die Domaine Carneros bewirtschaftet dagegen nach eigenen Angaben sechs Weinberge in der Region. Die Hangneigung, der Wind und die Höhe über dem Tal entscheiden also, wie früh gelesen wird.

Die Kühle hat ihren Preis. Nebel und Wind drücken den Ertrag, die Reife zieht sich hin, und in kalten Jahren bleiben Trauben grün. Zugleich liefert genau dieses knappe Wetter die Frische, die ein Schaumwein braucht, der später monatelang auf seiner Hefe liegt. Kreide gibt es hier nicht, dafür Ton, und er bringt eine runde, fruchtige Seite in den Wein, die man aus der Champagne weniger kennt.

Dazu im Lexikon

warum Säure für Schaumwein so wichtig istdie Rebsorte Chardonnay im Überblick
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