
Pinot und Chardonnay
Rebsorten
Auf den Hängen von Los Carneros stehen vor allem zwei Rebsorten: Chardonnay und Pinot Noir. Die Domaine Carneros bewirtschaftet nach eigenen Angaben rund 400 Acres, das sind etwa 160 Hektar, in sechs Weinbergen. Davon tragen 150 Acres Chardonnay und 250 Acres Pinot Noir.
Es sind dieselben Sorten wie in der Champagne, und sie reifen in Carneros unter ähnlich kühlen Bedingungen. Pinot Noir gibt dem Schaumwein Körper und rote Frucht, Chardonnay bringt Frische, Zitrus und Eleganz. Weil der Wind den Zuckergehalt der Beeren in Grenzen hält, während die Säure bleibt, taugen beide gut für einen Wein, der später monatelang auf der Hefe liegt.
Pinot Meunier, die dritte große Sorte der Champagne, taucht in Kalifornien bei einzelnen Cuvées auf, steht aber in Carneros im Schatten der beiden anderen. Das Bild ändert sich von Haus zu Haus, und viele Etiketten nennen die Sorten ohnehin nicht.
Pinot Noir hat in Carneros eine Doppelrolle. Für Schaumwein wird die Sorte früh gelesen, für Rotwein erst später, wenn die Beeren mehr Zucker und Farbe haben. Die Domaine Carneros nahm 1992 einen Pinot Noir als Rotwein in ihr Sortiment auf, zusätzlich zu ihren Schaumweinen. Wer beides probiert, schmeckt, wie stark der Lesetermin den Charakter bestimmt.
Aus Chardonnay allein entsteht der Blanc de Blancs, in Kalifornien so etwas wie ein Aushängeschild der Region. Schramsberg füllte 1965 den ersten, und die Domaine Carneros führt mit Le Rêve einen Blanc de Blancs als Spitzencuvée. Aus Pinot Noir entsteht dagegen der Schaumwein, der als Blanc de Noirs oder Rosé ein dunkleres Gesicht zeigt.