Essen & Trinken in der Region Guanajuato

Guacamayas und Cajeta

Essen & Trinken

In der Bergwerksstadt Guanajuato erfanden Bergarbeiterfrauen einst die Enchiladas mineras. Das sind in Guajillo-Sauce gebratene Maistortillas, gefüllt mit Käse. Belegt werden sie mit Kartoffeln, Karotten und einem Stück Hähnchen oder Chorizo. Es ist ein günstiges, sättigendes Gericht für harte Schichten unter Tage.

In León, im Westen des Staates, isst man dazu lieber eine Guacamaya. Das ist ein knuspriges Bolillo-Brötchen, gefüllt mit Chicharrón, Pico de Gallo und scharfer Salsa. Dieser Straßenimbiss gleicht nach einem Schluck Tequila oder Mezcal die Schärfe wieder aus.

Zum Abschluss kommt oft Cajeta de Celaya auf den Tisch. Das ist eine dickflüssige Karamellcreme aus Ziegenmilch, seit 2010 offiziell zum Nachtisch des zweihundertjährigen Mexikos erklärt. Ihre milde Süße passt gut zu einem gereiften Añejo. Dessen Vanille- und Karamellnoten aus dem Eichenfass nimmt sie auf und verlängert sie.

In der Sierra Gorda um San Luis de la Paz feiern Gemeinden ihre Patronatsfeste bis heute mit Huapango arribeño, Musik mit Geige und Gitarre. Dabei geht Mezcal aus eigener Herstellung von Hand zu Hand. Man trinkt in kleinen Schlucken, begleitet von Gesprächen statt lautem Zutrinken.

In Pénjamo dagegen gehört ein Tequila aus der Hacienda Corralejo oft zu offiziellen Anlässen und Familienfeiern. Der Ort gilt zugleich als Geburtsstätte Miguel Hidalgos. Deshalb legt die Region an Unabhängigkeitstagen besonders viel Wert auf ihre eigene Geschichte.

So verbindet der Tisch in Guanajuato am Ende dieselben zwei Welten wie die Brennereien. Deftiges Essen aus Bergwerk und Straße steht auf der einen Seite, Süßes aus Celaya auf der anderen. Dazu kommt ein Tequila aus dem Bajío oder ein Mezcal aus der Hochwüste, je nachdem, wo der Abend beginnt.

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