
Salzwind und Trockenheit
Höhe & Klima
Im Schnitt liegt Zapotitlán Salinas 1.500 Meter über dem Meer. Das Gebiet der Gemeinde reicht aber von 1.200 bis hinauf auf 2.500 Meter. Caltepec liegt in vergleichbarer Höhe gleich nebenan.
Diese Lage macht das Tal zu einem Regenschatten. Feuchte Winde vom Golf von Mexiko stauen sich an der Sierra Madre Oriental und regnen dort ab. Auf der anderen Seite kommen sie nur noch als trockene Luft an. Zapotitlán Salinas und Caltepec bekommen von diesem Regen kaum etwas ab.
Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 18 und 20 Grad. In den tieferen Lagen wird es deutlich wärmer, in den Höhen dagegen empfindlich kühl, besonders nachts. Zwischen sukkulentem Buschland, Chaparral und vereinzelten Eichenwäldern im Südwesten wächst kaum etwas, das nicht mit wenig Wasser auskommt. Nur im mittleren Teil des Tals halten sich noch Mesquitesträucher.
Für die Agave heißt das: Wachstum im Zeitlupentempo. Wo Regen selten fällt und die Sonne fast das ganze Jahr brennt, speichert die Pflanze über Jahre hinweg Zucker in ihrem Herzen. Sie schießt dabei nicht schnell in die Höhe, sondern wartet. Das macht den Ertrag pro Piña kleiner, den Mezcal daraus aber intensiver.
Wer durch dieses Tal fährt, sieht darum kaum saftiges Grün. Die Landschaft aus Kandelaberkakteen, Dornbusch und grauem Fels wirkt auf den ersten Blick karg. Genau diese Härte ist es, die Papalometl und Pitzometl brauchen, um langsam und konzentriert zu reifen.