
Trockene Sierra-Höhen
Höhe & Klima
Das Bacanora-Gebiet liegt zwischen dreihundert und über zweitausend Metern Höhe. Im Tal von Ures liegt man tief, in Moctezuma auf etwa 677 Metern. Auf einem Bergrücken bei Arivechi reicht das Gelände bis auf 2200 Meter. Die Gemeinde Bacanora selbst erstreckt sich von 300 bis 1900 Metern über dem Meer. Die Jahresdurchschnittstemperatur dort liegt bei etwa 21 Grad.
Regen fällt vor allem im Sommer, wenn Monsunwolken aus dem Golf von Kalifornien gegen die Sierra Madre Occidental stoßen und dort abregnen. Den Rest des Jahres bleibt es trocken. In den tieferen Lagen wird es fast wüstenhaft, weiter oben etwas gemäßigter.
Im Sommer klettern die Höchsttemperaturen in Arivechi auf durchschnittlich über 30 Grad. Im Winter kann es in den höheren Lagen nachts empfindlich kalt werden, mit Tiefstwerten um 12 Grad. Diese Spanne zwischen heißen Tagen und kühlen Nächten setzt der wilden Agave zu. Zugleich macht sie die Pflanze widerstandsfähiger.
Wenig Wasser und viel Sonne zwingen die Agave, ihre Zuckerreserven langsam aufzubauen. Sie wächst dadurch über viele Jahre, statt schnell in die Höhe zu schießen. Das Ergebnis ist eine Piña mit weniger Fruchtfleisch, aber konzentrierterem Zucker. Der Bacanora daraus schmeckt später erdiger und weniger süß als mancher Tequila aus dem milderen Tiefland Jaliscos.
Frost kommt in den Hochlagen um Arivechi und Yécora gelegentlich vor und schädigt dort junge Agaven. Bauern lassen die Pflanzen deshalb bevorzugt an sonnenzugewandten Hängen stehen. In den tieferen Bacanora-Tälern dagegen ist eher die Sommerhitze das Problem, die den Boden binnen Wochen wieder austrocknet.