Essen & Trinken in der Region Falcón & Pecaya

Chivo, Käse, Arepa

Essen & Trinken

Zur Küche Falcóns gehört der Chivo en Coco. Das ist junges Ziegenfleisch, langsam in Kokosmilch geschmort, bis es zart auseinanderfällt. Die trockenen Hügel um Pecaya sind Ziegenland. Seit Generationen ernähren sich die Familien von robusten Tieren, die auch dort noch Futter finden, wo Kühe längst verhungern würden. Auch Käse und Milch stammen meist von denselben Herden.

Aus derselben Ziegenmilch entsteht der Queso de Cabra, ein frischer, leicht säuerlicher Käse. Er gehört in Falcón zu fast jeder Mahlzeit, zum Frühstück in der Arepa, zum Abendessen als eigenständiges Gericht. Die Arepa selbst wird aus Maismehl gebacken und aufgeschnitten gefüllt. In ganz Venezuela verbreitet, kommt sie in Falcón oft mit genau diesem Ziegenkäse auf den Tisch.

Cocuy gehört bei Festen und Familienfeiern dazu. Ausgeschenkt wird er aber nicht literweise, sondern „aguantaíto“, in kleinen Gläsern und langsam. Meist steht er eher am Ende eines Essens als an seinem Anfang. Familien sitzen dabei oft noch lange zusammen. Zum Chivo en Coco passt der rauchige, trockene Brand deshalb eher als Begleiter zwischendurch, nicht als Getränk zum Essen selbst.

Wer die Küche Falcóns verstehen will, sollte weniger an Rezepte denken als an das karge Land, aus dem sie kommt. Hier stehen Ziegen statt Rinder, Agave statt Zuckerrohr, geduldiges Garen statt schneller Küche. Chivo en Coco, Queso de Cabra und Cocuy Pecayero erzählen auf dem Teller dieselbe Geschichte wie die trockenen Hügel von Pecaya selbst.

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