
Marken aus Pecaya
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Cocuy Pecayero schmeckt nach der Erde und dem Feuer, aus denen er kommt. Er ist rauchig vom Cardónholz des Erdofens und süßlich-erdig von der gekochten Agave. Im Abgang bleibt eine trockene, mineralische Schärfe, die an den kalkhaltigen Boden erinnert, in dem die Pflanze wuchs. Zwischen den Schlucken bleibt oft ein leicht pflanzlicher, fast grüner Ton hängen. Er erinnert an die rohen Agavenblätter.
In Pecaya tragen rund 150 Handwerksbetriebe zur Produktion bei. Nur acht Marken besitzen die geschützte Herkunftsbezeichnung, darunter Indio Sunure von José Medina und Santa Lucía von Lourdes Navarro. Eine Qualitätsstelle namens UPPLA Pecaya prüft und kontrolliert die Abfüllung dieser geschützten Brände. Dass es diese acht Marken heute überhaupt gibt, ist keine Selbstverständlichkeit. Nach Jahrzehnten im Schwarzbrand mussten die Familien von Pecaya das Handwerk erst wieder offen ausüben, als sich das Gesetz 2005 änderte.
Wer Cocuy probiert, trinkt ihn traditionell nicht in schnellen Schlucken. Man trinkt ihn stattdessen „aguantaíto“, geduldig und in kleinen Schlucken. Jeder Schluck bleibt kurz im Mund, bevor er geschluckt wird. Ein kleines Glas reicht dabei völlig. Mit bis zu 50 Grad Alkohol ist der Brand kräftiger als die meisten Spirituosen im Regal.
Der Unterschied zu Tequila oder Mezcal zeigt sich schon im ersten Schluck. Mexikanischer Agavenbrand wirkt oft milder und blumiger. Cocuy Pecayero dagegen bleibt erdverbundener, rauchiger und trockener. Dieser Geschmack lässt sich nicht kopieren, weil weder die Agave noch der Boden Falcóns anderswo vorkommen.