Region & Geschichte in der Region Adelaide Hills

Hack, Hahndorf, Croser

Region & Geschichte

John Barton Hack pflanzte 1839 die ersten Reben der Adelaide Hills, unten in Echunga, tief im Süden des heutigen Weingebiets. Vier Jahre später keltert er daraus einen der ersten Weine der jungen Kolonie Südaustralien, kaum drei Jahrzehnte nachdem die ersten Siedler überhaupt gelandet waren. Wein war hier also nichts Neues, das man erst erfinden musste.

Wenige Jahre danach kamen lutherische Glaubensflüchtlinge aus Preußen. Sie gründeten 1839 das Dorf Hahndorf — bis heute die älteste erhaltene deutsche Siedlung Australiens überhaupt, mit schmalen Vorgärten und einer langen Hauptstraße, die bis heute genauso aussieht. Um 1842 standen dort und im nahen Lobethal die ersten Reben. Sie brauchten nur Brot und etwas zum Trinken.

Dann kam der Einbruch, und er kam aus London. Als das Empire seinen Kolonien Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts den Zollvorteil strich, brach der Export weg, und ein Weingut nach dem anderen ging in die Insolvenz. Fast fünfzig Jahre lang wichen die Hänge Milchkühen, Schafen und vor allem Obstbäumen. Bis heute nennt man die Adelaide Hills deshalb Südaustraliens Obstkammer, mit Kirschen und Äpfeln statt mit Trauben.

Die Rückkehr begann 1976. Brian Croser gründete in jenem Jahr Petaluma und suchte gezielt nach der kühlsten Lage der Region, statt eine bestehende bloß zu verbessern. Er fand sie im Piccadilly Valley und pflanzte dort Chardonnay und Pinot Noir; sein Tiers-Weinberg von 1979 war die erste neue Rebe im Tal seit dem neunzehnten Jahrhundert. Bald folgten weitere: Stephen George, Tim Knappstein, das Ehepaar Stephen und Prue Henschke. Dazu kamen die Cousins Michael Hill Smith und Martin Shaw, die 1989 Shaw + Smith gründeten.

1998 wurde „Adelaide Hills“ als geschützte Herkunftsangabe eingetragen. Der Streifen reicht entlang der Mount Lofty Ranges von nahe Mount Pleasant im Norden bis Mount Compass im Süden. Südaustralien blieb dabei von der Reblaus verschont, jenem Schädling, der andernorts fast jeden Weinberg der Welt auf amerikanische Unterlagen zwang. Manche Stöcke stehen deshalb bis heute auf eigener Wurzel.

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