Verkosten in der Region Codru

Kalt und konzentriert

Verkosten

Ein Glas Fetească Albă aus Codru sieht unscheinbar aus: hell, fast wasserklar, mit einem Hauch Grün am Rand. Der erste Eindruck täuscht. In der Nase kommt sofort grüner Apfel, dazu Weißdorn und manchmal ein Hauch frisch gemähtes Gras. Nichts davon drängt sich auf.

Am Gaumen zeigt sich, warum die Winzer so viel Wert auf kühle Gärung legen: Die Säure ist geradlinig, fast schneidend, ohne dabei sauer zu wirken. Schluck für Schluck bleibt der Wein leicht, selten über zwölfeinhalb Volumenprozent, und genau das macht ihn zu einem Essensbegleiter statt zu einem Solisten. Er drängt sich nie in den Vordergrund.

Ganz anders verläuft eine Probe im Stollen selbst. Bei zwölf Grad und fast völliger Dunkelheit riecht ein junger Schaumwein aus Cricova nach Apfel und Brotkruste zugleich, wobei die Brotnote von der langen Zeit auf der Hefe stammt, ähnlich wie bei Champagner. Die Perlage ist fein und hält lange.

Ein roter Verschnitt aus Cabernet Sauvignon und Merlot braucht dagegen Zeit im Glas. Frisch eingeschenkt wirkt er verschlossen, fast hart. Nach zehn Minuten Luft öffnet er sich zu dunkler Kirsche, Pflaume und einer Ahnung von Waldboden, die von den umliegenden Eichenwäldern nicht weit hergeholt ist. Geduld zahlt sich hier aus. Wer an einem Nachmittag beide Extreme verkostet, den hellen Fetească Albă am Anfang und den dunklen Cabernet-Verschnitt am Ende, bekommt einen guten Eindruck von der ganzen Bandbreite, die Codru zu bieten hat.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

Dürfen wir messen, wie Gustofolio benutzt wird? Dafür würden wir Google Analytics laden und ein Cookie auf deinem Gerät speichern. Das hilft uns zu sehen, welche Bereiche gebraucht werden — mehr nicht. Inhalte deiner Sammlung werden dabei nicht übertragen.

Ohne deine Zustimmung passiert nichts davon, und Gustofolio funktioniert vollständig weiter. Du kannst deine Entscheidung jederzeit ändern. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.