
Schutz durch Hügel
Klima
Die Ausrichtung der Hänge entscheidet viel. Die besten Lagen liegen zwischen hundertdreißig und fünfhundertfünfzig Metern. Dahinter stehen die südlichen Karpaten. Wer in Dealu Mare einen Weinberg sucht, findet die besten Parzellen an Hängen, die nach Süden oder Südosten blicken und so jede Stunde Sonne mitnehmen, die der Tag hergibt, während im Rücken dieser Hänge Wälder und Hügel der Karpaten stehen.
Diese Hügelkette wirkt wie eine Wand. Die Sommer hier sind heiß. Die Herbste bleiben mild und trocken. Sie hält die kalten Nordwinde ab, die im Winter über die rumänische Tiefebene fegen, und schafft im Windschatten ein Klima, das milder ist als in offeneren Lagen der Umgebung, beste Bedingungen also, um die Trauben in Ruhe ausreifen zu lassen, ohne dass Regen kurz vor der Lese alles verdirbt.
Regen fällt vor allem im Frühjahr. Reben treiben dann ihre ersten Triebe. Ohne Hitze bleibt der Wein grün und hart. Für die Tannine in der Schale bedeutet die sommerliche Hitze vor allem eines: Sie brauchen Wärme, um weich statt bitter zu werden, ganz ähnlich wie ein unreifer Apfel, der erst mit der Zeit süß wird.
Rund hundert Kilometer trennen Prahova von Bukarest. In der Stadt staut sich die Wärme. An den Hängen bleiben die Nächte kühl. Trotzdem liegt zwischen der Hauptstadt und den Hängen von Dealu Mare ein spürbarer Klimasprung, denn Höhe und Wald sorgen für kühlere Nächte, die der Säure helfen sich zu halten, während der Tag die Zuckerreife der Trauben vorantreibt.