Region & Geschichte in der Region Rueda

Tierra de Medina

Region & Geschichte

Schon im vierzehnten Jahrhundert floss hier wohl Wein. Das legen die ältesten Aufzeichnungen aus den Kneipen von Bilbao nahe, sicher belegt ist erst das Jahrhundert danach. Im fünfzehnten Jahrhundert kannte man die Weine aus den Dörfern um Medina del Campo, La Seca, Rueda und Nava del Rey unter einem gemeinsamen Namen, Tierra de Medina, und dieser Name stand weit über Kastilien hinaus für Qualität.

1494 kamen die ersten Schutzverordnungen für die Weinberge. Vier Jahre später verschärfte Isabella die Katholische sie noch einmal. Ihr Enkel Karl der Fünfte verschärfte sie erneut. Im sechzehnten Jahrhundert wuchs Medina del Campo zur größten Handelsmesse Spaniens. Kaufleute aus halb Europa kamen wegen Wolle und Tuch, und sie tranken den Wein aus der Umgebung gleich mit nach Hause. 1564 folgte eine eigene Verordnung gegen gepanschten Wein.

Der Wohlstand wanderte weiter, denn als die Messen im siebzehnten Jahrhundert verblassten, übernahmen La Nava, La Seca und Rueda den Rang. Man unterschied fortan zwischen dem feinen Blanco de Medina-Alaejos und einfacherer Ware ringsum. Das achtzehnte Jahrhundert brachte neue Blüte. Das neunzehnte brachte Export nach Frankreich, England und Kuba, dank der neuen Eisenbahn. Dann kam die Reblaus. Sie erreichte die Gegend 1884 und beendete diese lange Epoche fast vollständig.

Fast hundert Jahre lang geschah wenig. 1972 kam die Wende von außen: Die Rioja-Bodega Marqués de Riscal investierte in der Gegend und brachte den französischen Önologen Émile Peynaud mit. Von Ángel Rodríguez aus der Bodega Martinsancho lernte man, was in der heimischen Rebsorte Verdejo eigentlich steckt — ein trockener, aromatischer Weißwein statt des alten, oxidativen Stils. Am zwölften Januar 1980 wurde Rueda offiziell anerkannt, als erste Herkunftsbezeichnung von ganz Kastilien und León.

Die jüngste Geschichte schreibt sich in Regelwerken fort. 2019 kam die Kategorie Gran Vino de Rueda für alte Weinberge dazu. 2024 wurde mit der Cenicienta erstmals eine einheimische rote Rebsorte zugelassen, wiederentdeckt vom Winzer Javier Sanz in La Seca. Seit einer Reform von Anfang 2025 dürfen die alten Weine Dorado und Pálido offiziell als Vino Generoso gelten, nach Jahrzehnten im Schatten.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

Dürfen wir messen, wie Gustofolio benutzt wird? Dafür würden wir Google Analytics laden und ein Cookie auf deinem Gerät speichern. Das hilft uns zu sehen, welche Bereiche gebraucht werden — mehr nicht. Inhalte deiner Sammlung werden dabei nicht übertragen.

Ohne deine Zustimmung passiert nichts davon, und Gustofolio funktioniert vollständig weiter. Du kannst deine Entscheidung jederzeit ändern. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.