Region & Geschichte in der Region Sonoma

Mission bis AVA

Region & Geschichte

Reben wuchsen hier, bevor es überhaupt eine Grenze gab, die man hätte ziehen können. 1823 pflanzten Franziskanermönche an der Mission San Francisco Solano die ersten Stöcke der Gegend. Es war die letzte und nördlichste von einundzwanzig Missionen, die Spanien einst in Kalifornien gegründet hatte. Elf Jahre später übernahm General Mariano Guadalupe Vallejo das Land. Er weitete die Weinberge aus und gründete an ihrer Stelle das Pueblo Sonoma. Aus einer Mission wurde eine Stadt.

Der Mann, der Sonoma dann berühmt machte, kam über Umwege aus Ungarn und dem Mittleren Westen der USA nach Kalifornien. 1857 kaufte Agoston Haraszthy rund 320 Hektar Land am Rand der Stadt und nannte sein neues Gut Buena Vista — die erste kommerzielle Kellerei des ganzen jungen Bundesstaates. Er trieb die ersten Weinkeller Kaliforniens in den Fels und brachte 1861 von einer Europareise über hunderttausend Rebstecklinge mit. Manche seiner Geschichten sind mit den Jahren gewachsen.

Was diese Vergangenheit bis heute rechtlich zusammenhält, heißt AVA, American Viticultural Area, vergeben von der amerikanischen Steuer- und Alkoholbehörde TTB. Anders als eine französische Appellation schreibt eine AVA weder Rebsorte noch Ertrag noch Ausbaustil vor — sie zieht eine Grenze auf der Landkarte und verlangt, dass mindestens fünfundachtzig Prozent der Trauben von dort stammen. Sonoma Valley bekam seine eigene AVA am 3. Dezember 1981, eine der ersten im Land. Im Osten trennen die Mayacamas-Berge Sonoma von Napa.

Dazwischen lag ein Jahrhundert, das Sonoma beinahe zerstörte: die Reblaus in den 1870er-Jahren und die landesweite Prohibition ab 1920. Rebflächen verschwanden, Keller wurden zu Obstlagern, und Familien überlebten mit Trauben für den gesetzlich erlaubten Hausgebrauch. Erst Jahre nach dem Ende der Prohibition 1933 kam wieder Geld für neue Weinberge in die Gegend. Heute zählt der Landkreis neunzehn eigene AVAs — mehr als jeder andere in Kalifornien.

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