
Fünf Klimazonen lagern
Fass & Reifung
Rund siebzig Prozent seines Geschmacks holt sich Whisky aus dem Fass, heißt es bei M&H. Mit dieser Zahl im Kopf sammelt die Brennerei ungewöhnlich viele verschiedene Fasstypen. Neue amerikanische Eiche und gebrauchte Bourbon- und Rye-Fässer aus den USA bilden die Basis. Dazu kommen sogenannte STR-Fässer, eine Erfindung des Beraters Jim Swan: geschabt, stärker getoastet und neu ausgebrannt, damit sie in der Hitze schneller Farbe und Geschmack abgeben.
Dazu lagern koschere Sherryfässer aus Jerez in den Hallen, ebenso Rumfässer aus Jamaika und französische Limousin-Eiche, die zuvor koscheren Cognac trug. Koscher bedeutet hier mehr als ein Etikett auf der Flasche. Ein Maschgiach, ein rabbinischer Aufseher, begleitet die Fassauswahl von der ersten Befüllung im Ursprungsland bis zur Ankunft in Tel Aviv.
Eine eigene Gruppe bilden Fässer aus israelischen Weingütern, zuvor gefüllt mit Rotwein, Weißwein oder portartigem Süßwein. Dazu kommen, als Besonderheit, Fässer, die vorher Granatapfelwein trugen, ein Getränk mit langer Tradition im Land. Diese Fässer geben dem Whisky eine fruchtige, manchmal leicht herbe Note, die in Schottland kaum vorkommt, weil dort Weinfässer aus heimischem Anbau schlicht fehlen.
Wo dasselbe Fass lagert, entscheidet fast so viel wie sein Inhalt. Am See Genezareth hält feuchte Luft die Fässer ruhig, in den Bergen um Jerusalem reift der Whisky langsam und kühl. Am Toten Meer dagegen drückt die Hitze Farbe und Aroma regelrecht aus dem Holz. Genau dort, am Toten Meer, reift die Serie „Apex Terroir Dead Sea“, benannt nach dem tiefsten Lagerort der Welt.