Brennen in der Region Hokkaido

Feuer aus Kohle

Brennen

Wer die Brennblasen in Yoichi zum ersten Mal sieht, hört sie eher, als er sie sieht. Da ist das Knacken und Glühen von echter Kohle unter dem Kupfer. Yoichi ist eine der letzten Destillerien der Welt, die noch direkt mit Kohlefeuer brennt, nicht mit Dampf oder Gas.

Die Blasen haben einen geraden Hals mit einem Lyne Arm, der nach unten zeigt. Es ist dieselbe Bauart wie bei Longmorn in Schottland, wo Taketsuru einst lernte. Am Boden der Blase steigt die Temperatur auf über 1.000 Grad. Ein Heizer muss die Kohlemenge ständig von Hand nachregeln, sonst brennt die Maische am Kupfer an.

Diese Arbeit, auf Japanisch oft „Kama-taki" genannt, gilt als eines der letzten echten Handwerke im Brennhaus. Zu viel Hitze verbrennt das Aroma, zu wenig lässt die Destillation stocken. Erfahrene Heizer brauchen deshalb Jahre, bis sie dem Feuer vertrauen dürfen.

Gebrannt wird zweifach, wie beim schottischen Single Malt. Einmal geht es in der Wash Still zum groben Rohbrand, einmal in der Spirit Still für den Feinbrand. Nur das mittlere Herzstück des zweiten Brands, das „Heart", wandert ins Fass, Vor- und Nachlauf gehen zurück in die nächste Charge.

Akkeshi, jünger und weiter östlich, setzt auf Kupferblasen aus der schottischen Werkstatt Forsyths. Das ist derselbe Hersteller, der auch viele Islay-Destillerien beliefert. Die Handschrift ist eine andere als in Yoichi. Das Ziel aber bleibt ähnlich: ein Brand, kräftig genug, um Rauch und Meer im Glas zu halten.

Ein einziges Landesteil, zwei Philosophien. Hier das Feuer, das ein Mensch von Hand füttert, dort die Technik, die verlässlich Charge für Charge liefert.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

Dürfen wir messen, wie Gustofolio benutzt wird? Dafür würden wir Google Analytics laden und ein Cookie auf deinem Gerät speichern. Das hilft uns zu sehen, welche Bereiche gebraucht werden — mehr nicht. Inhalte deiner Sammlung werden dabei nicht übertragen.

Ohne deine Zustimmung passiert nichts davon, und Gustofolio funktioniert vollständig weiter. Du kannst deine Entscheidung jederzeit ändern. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.