Verkosten in der Region Highlands

Mild bis salzig

Verkosten

Drei Gläser nebeneinander zeigen am schnellsten, wie breit Highland-Whisky schmecken kann. Ein Glenmorangie schmeckt hell, blumig und leicht nach Zitrus. Das ist fast das Gegenteil von einem schweren, sherrygeprägten Dalmore mit Noten von Orange, Nuss und dunkler Frucht. Dazwischen liegt ein Old Pulteney aus Wick, salzig, mit einem Hauch Jod, der an die Nordsee vor der Tür der Destillerie erinnert.

Wer die drei probieren will, füllt am besten kleine Mengen in ein tulpenförmiges Nosing-Glas und riecht zuerst, bevor er überhaupt trinkt. Ein paar Tropfen stilles Wasser dazu öffnen oft Aromen, die pur verschlossen bleiben, besonders bei höherprozentigen Fassstärke-Abfüllungen. Zwischen den Proben hilft ein Schluck Wasser und ein Stück Brot, damit die Zunge wieder neutral wird.

Als Einstieg eignet sich ein Glenmorangie Original mit zehn Jahren, fruchtig und leicht zugänglich. Danach folgt ein Dalmore 12 Year Old für die sherrylastige, würzige Seite der Region. Wer die salzige Küste kennenlernen will, greift zu einem Old Pulteney 12 Year Old. Wo erhältlich, lohnt sich auch ein Oban 14 Year Old mit seiner Mischung aus Rauch, Salz und Honig.

Diese drei bis vier Proben zeigen mehr über die Spannweite der Highlands als jede Beschreibung. Mild und salzig, leicht und schwer lassen sich hier direkt nebeneinander schmecken. Keine andere schottische Region deckt eine so große Geschmacksbreite ab, von der hellen Zitrusnote im Süden bis zur Meeresluft in Wick.

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