
Weizen statt Roggen
Rohstoff
Der Weizen, der in Grey Goose landet, wächst nicht irgendwo in Frankreich. Er wächst auf einem bestimmten Bodentyp der Picardie: feinem, windangewehtem Löss über einer Schicht aus Kreide. Diese Kombination gilt seit Jahrhunderten als eine der besten Ackerflächen Europas. Landwirte hier bauen vor allem Weichweizen an, dazu kommen große Flächen mit Zuckerrüben.
Für den Wodka wird ausschließlich weicher Winterweizen verwendet. Diese milde Getreidesorte wird im Herbst gesät und ruht den Winter über im Boden. Nach Angaben der Marke stammt das Getreide aus drei Erzeugergenossenschaften. Es wird ohne Gentechnik angebaut, und die Herkunft lässt sich bis zum einzelnen Feld zurückverfolgen. Diese Rückverfolgbarkeit ist in der Getränkebranche keineswegs selbstverständlich.
Weichweizen ergibt im Vergleich zu Roggen ein milderes, leicht rundes Ergebnis. Der Grund liegt in den fehlenden öligen, würzigen Randschichten, die Roggenkorn sonst mitbringt. Genau dieses zurückhaltende Profil beschreibt Grey Goose selbst als Markenkern: Wodka mit Charakter, nicht geruchloser Alkohol.
Cîroc geht einen anderen Weg und verzichtet ganz auf Getreide. Die Grundlage sind Trauben, vor allem Ugni Blanc und Mauzac Blanc, aus der Gegend um Gaillac, die als höchstgelegenes Weinbaugebiet Frankreichs gilt. Ugni Blanc ist ausgerechnet auch die Rebsorte, aus der klassischer Cognac gebrannt wird. Hier wird aus ihr aber kein Weinbrand, sondern Wodka. Wodka aus einem anderen Rohstoff als Kartoffel oder Getreide ist laut EU-Spirituosenverordnung 2019/787 kennzeichnungspflichtig, deshalb steht dieser Hinweis bei Cîroc auf dem Etikett.
Dunkler, humusreicher Löss, jährlich gepflügt und mit organischem Material angereichert.
Die Wurzel: Hier keimt der Winterweizen im Herbst und bildet seine ersten Wurzeln vor dem Frost.