
Klar & würzig
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Guter Wodka aus Roggen schmeckt selten neutral wie Wasser, auch wenn das oft behauptet wird. Am Gaumen bleibt eine leichte Süße vom Getreide, dazu ein feiner, fast pfeffriger Unterton. Er stammt von der Roggenmaische und fehlt bei Weizen- oder Maiswodka meist, weil dort ein anderes Getreide die Gärung bestimmt.
Stumbras aus Kaunas führt gleich mehrere Varianten. Stumbras Vodka Classic ist die klassische Basisabfüllung, Stumbras Vodka Centenary erschien zum runden Jubiläum der über hundertjährigen Brennerei. Dazu kommt eine Bio-Ausführung namens Stumbras Vodka Organic aus zertifiziert ökologisch angebautem Getreide.
Wer probieren will, füllt am besten ein kleines, gekühltes Glas, nicht bis zum Rand. Der Wodka sollte eiskalt sein, denn Kälte dämpft den scharfen Alkoholgeruch und macht die feineren Aromen erst zugänglich.
Ein erster Schluck bleibt kurz im Mund, bevor er hinuntergeht. Danach folgt ein Stück Brot oder ein Schluck Wasser, um die Zunge zurückzusetzen, bevor der nächste Schluck kommt. So lässt sich beim zweiten Glas schon vergleichen, statt nur den Alkohol zu spüren.
Neben dem klaren Wodka lohnt sich ein Blick auf Starka, den in Eichenfässern gereiften Roggenbrand. Er ist bernsteinfarben und schmeckt nach Holz, Vanille und einem Hauch Apfel. Das zeigt, wie viel ein paar Jahre im Fass aus demselben Rohstoff machen können.
Zwischen Classic, Centenary und Starka liegt am Ende derselbe Roggen. Nur der Weg ist verschieden: durch die Kolonne, ins Fass oder ganz ohne weitere Reifung.